Druckschrift 
2 (1890)
Entstehung
Seite
301
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Am 5. Oktober 1833 vermählte sich Wilhelm mit Rosalie vonSönitz, Adoptivtochter des Generals von Sanitz.'ch Durch dieseeheliche Verbindung gelangte er nach dem Tode seines Schwieger-vaters in den Besitz der Rittergüter Hinzendorf, Kursdorf u. Kandlau,welche seiner Gattin als Erbe zufielein Anfangs bezog dieselbemehrere Jahre lang die Revenuen dieser Güter, welche verpachtetwaren; später übernahm Wilhelm die Bewirthschaftung derselbenselbst. Kursdors wurde 1844 auf mehrere Jahre an seinen NeffenHermann verpachtet, nachher verkauft. Später trat Wilhelm vonder persönlichen Bewirthschaftung auch von Hinzendorf zurück undbegab sich nach Glogau, wo er bis zu seinem Lebensende verblieb.Hinzendorf übernahm später sein ältester Sohn. Die Ehe Wilhelms,aus der 7 Kinder (2 Knaben und 5 Mädchen) entsprossen, währte46 glückliche Jahre. Auf die Erziehung der Kinder legte er sowohlals seine Gattin einen hohen Werth. Mit großer Sorgfalt wurdendie Kinder, welche zur Freude der Eltern heranwuchsen, erzogen.Der älteste Sohn Ludwig, Rittergutsbesitzer, ist verheirathet mit Elisa-beth Härder. Von den Töchtern ist Hedwig mit dem Ritterguts-besitzer Selle auf Jätschau und Neu-Quilitz und Valesca mit demMajor a. D. Maximilian v. Treskow vermählt. Bertha, Olga undThekla leben unverheirathet in Glogau. Der jüngste Sohn Arthurverstarb als Studiosus der Philosophie in der Blüthe seiner Jahream 23. Juli 1863 zu München.

Verfasser kann nicht unerwähnt lassen, daß Wilhelm baldnach seiner Verabschiedung den ererbten ehrenwerthen Stamm-

et v. Sanitz. Altadeliges, im 16. u. 17. Jahrhundert stark ausgebreitetes Ge-schlecht der Ncumark Brandenburg. Gegenwärtig grundbesitzlos. Den letztenGrundbesitz hatte die Familie in Schlesien: Hinzendorf und Kandlan. Das Ge-schlecht hat seit der Mitte des 17. Jahrhunderts dem preußischen Heere zahlreicheOffiziere, darunter mehrere Generale, gegeben. Wappen: drei Weinstöcke mit grü-nen Blättern nnd rothen Trauben auf grünem Boden in weißem Felde stehend.Einer der Weinstvcke zwischen zwei weißen Straußfedern bildet die Helmzier.Der Schwiegervater Wilhelm's v. H., Oberst u. Commandeur des 11. Jnfanterie-Rgts., erhielt laut Allerh. Cabinetsordre vom 27. März 1831 den Abschied mitder gesetzlichen Pension n. dem Charakter als Generalmajor.