betreffenden Mütter in dieser Beziehung unverantwortlich leichtsinniggehandelt haben. So vereinigten sich dann Armuth, Mangelan Bildung, leichtfertige Eheschließungen und untergeordnete Lebens-stellungen mit geringem Einkommen, um allmählig die Nachkommen-schaft Carl Gottliebs vollständig dem materiellen Elend zuzuführen.Carl Gottlieb war ein Mann schwachen Charakters, der seine Dienst-pflicht erfüllte, aber für das Familienleben keinen Sinn hatte. Erlebte übrigens mäßig und hatte keine Bedürfnisse, besaß aber eine großePassion für Tauben, die er mehr als seine Kinder liebte. Die schönstenund seltensten Exemplare konnte man bei ihm finden. In Folge dieserübertriebenen Liebhaberei wurde er in der Familie der „Tauben-Capitain" genannt.
Nach dem Tode seiner zweiten Gattin nahm er den Abschied,lebte in dürftigen Verhältnissen zu Königsberg und starb am 14. Fe-bruar 1854.
Die von ihm geschiedene Frau, die er von seinem geringen Ein-kommen erhalten mußte, erhielt nach seinem Tode eine Freistelle imGroßen Löbenicht'schen Hospital zu Königsberg und überlebte ihn20 Jahre. Sie starb am 20. Oktober 1874.
I. Nachkommenschaft des Grenzaussehers Carl GottliebK. v. N. und der Amalie Gerte und der DorotheaFriederike iwilenius.
XVI. Generation.
a) Kinder mit der Amalie Gerste.
1) Eduard Carl Fabian, geboren ä. October 1820, wurde be-züglich seiner Erziehung sehr vernachlässigt. Erst mit 8 Jahren kamer auf eine elende Dorfschule; später besuchte er die Bürgerschulezu Lyck.