hauptsächlich der adlige Name sei ausreichend, um zu einer bevor-zugten Lebensstellung zu gelangen. Durch diese barocke Ansicht erwecktesie in ihren Söhnen einerseits einen unberechtigten Dünkel und Adels-stolz, andererseits den Glauben, daß wissenschaftliche Bildung eineNebensache sei
Wenn hiernach die Söhne Albrechts keine großen Fortschritte auf derSchule zu verzeichnen hatten, so kann dieses ungünstigeResultat zum Theilauch auf die damaligen Zeitverhältnisse, in der die Begeisterung für dieBefreiung des geknechteten Vaterlandes so mächtig zum Ausdruck ge-kommen war, zurückgeführt werden. Von ihrem Vater, dem altpreußi-schen Patrioten, in Begeisterung für Ehre und Freiheit und in derLiebe zum Könige und Vaterlande erzogen, sehnten sie sich in jugend-licher, feuriger Ungeduld, die Zeit herbei, in welcher sie an der Be-freiung des Vaterlandes mitwirken konnten.
Noch ehe der Aufruf des Königs Friedrich Wilhelm III. an seinVolk erschienen war, hatte General v. Jork durch seine öffentlicheAufforderung vom 8. Februar 1813 zum freiwilligen Eintritt in dasHeer die Herzen der Jugend entflammt. Auch die Söhne Albrechts,die kaum dem Knabenalter entwachsen waren, verließen die Schuleund traten als Freiwillige in die Armee. (Ihre weiteren Schicksalesiehe unten.)
Seit seiner Pensionirung lebte Albrecht in der Umgebung seinerGattin und dreier Töchter glücklich, zufrieden und sorgenlos, beschäftigtesich wissenschaftlich und pflegte mit großem Interesse die HumanitärenBestrebungen der Freimaurerloge, der er über 30 Jahre als Mitgliedangehört hat. — Seit mehreren Jahren Meister des Stuhles der Logezur goldenen Leier, bekleidete er diese Würde bis zu seinem Tode.In jenen edlen Bestrebungen, für das Wohl seiner Mitmenschen zuwirken, fand er den höchsten Lebensgenuß.
Einige Jahre vor seinem Tode hatte er den Schmerz über denVerlust zweier Töchter, die von der Schwindsucht dahingerafft wurden,zu ertragen.
Sein Lebensabend wurde durch das zunehmende körperliche Lei-den seiner Gattin getrübt. Doch die allgütige Vorsehung ersparteihm in dieser Hinsicht noch größeren Kummer. Am Abend des