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unablässige Sorge für das Wohl seiner Familie, besonders aber dieFührung eines bedeutenden Unterschlagungsprozesses*), hatten in denletzten Jahren die Kräfte seines ohnedies schwächlichen Körpers sogewaltig in Anspruch genommen, daß er sich im Jahre 1881 in Folgeeines beginnenden Leberleidens genöthigt sah, die Thermen in Karls-bad aufzusuchein Vou dort ging er später in das Seebad Kranz, woihn ein leichter Schlaganfall traf. Nachdem er dann längere Zeit inKönigsberg erfolglos behandelt worden war, kousultirte er die medi-zinischen Koryphäen in Berlin, die ihm den Rath ertheilten, seineGenesung durch einen längeren Aufenthalt in Italien herbeizuführen.Nach mehrmonatlichem Verweilen an der Riviera kehrte er, ohne uonseinem schweren Siechthum befreit zu sein, nach der Heimath zurück.Die Erfolglosigkeit aller Heilungsversuche und der Bemühungen tüch-tiger Aerzte hatten seinen Geist tief erschüttert und gebeugt. JederHoffnung auf Wiedergenesung entsagend, sah er sein Ende herannahen.Ein sanfter Tod setzte am zweiten Pfingstfeiertage, am 14. Mai 1883,seinem Leiden ein Ziel und rief den Unermüdlichen von hinnen, derfür das Wohl der Seinen so rastlos gesorgt, gestrebt und geschaffthatte. Der Trauerfall erweckte nicht allein in der Familie, sondernin weiten Kreisen die größte Theilnahme; war doch mit diesem Manneeine der idealsten Gestalten der Familie dahingeschieden, ein Mann,dessen Verstand und Klugheit so scharf und umfassend waren, wie seinHerz warm und liebevoll, der seine geistigen und seelischen Kräfte inden Dienst seiner Mitmenschen gestellt hatte, Allen zum Wohl, Keinemzum Schaden. Am 18. Mai wurde er der Erde wiedergegeben. Außer-ordentlich großartig durch die Menge der Teilnehmenden und dieimposanten Kundgebungen der allgemeinen Trauer war sein Leichen-begängnis). Auf dem Neuroßgärtner Kirchhofe neben seinen vor ihmHeimgegangenen Kindern erfolgte die feierliche Bestattung. Bei der-selben hielt der Prediger Lüdtke von der Burgkirche die Gedächtniß-rede nach dem vom Verewigten angegebenen Texte' „Selig sind, die
") Ein Fräulein v. B. hatte dem Rittergutsbesitzer v. K. ans P. 80 000Thaler in ostpreußischen Pfandbriefen unterschlagen. Durch rastloses Bemühenund die eifrigsten Nachforschungen verhalf Otto K. v. H. den Erben de§ inzwischen,verstorbenen v. K. zu ihrem Eigeuthum.
lt. 17'