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Der alten Frau gelang es in der That, eine größere Gelenkigkeit desArmes und der Hand herbeizuführen. Namentlich brachten ihre Heil-mittel den großen Vortheil, daß der Patient die Hand wieder zumSchreiben verwenden konnte. Bald darauf, zu Anfang des Jahres1850, erfolgte auch seine Einberufung als Militär-Anwärter bei derKöniglichen Regierung zu Gumbinnen. Die erste Beschäftigung fander in der Kanzlei, dann in der Registratur. Im Laufe einer mehr-jährigen amtlichen Thätigkeit wurde er zum Regiernngs-Secretairernannt, welche Stellung er bis zu seinem Tode inne hatte. Nachdem Ableben der Mutter verblieb Engelbert bei Schwester Antonie,in deren Umgebung es ihm nach Verlans einiger Jahre beschiedenwar, ein bedauernswerthes Dasein zu führen. Denn mit der Zunahmeder Krankheit der armen Schwester stieg auch der Kummer und dieQual, die er zu ertragen hatte. (Siehe Seite 106.) Der Tod derSchwester erlöste ihn von aller Pein und führte ihn zur SchwesterAuguste, welche inzwischen, nach dem Verkauf ihres Gutes Bergfriede,nach Gumbinnen verzogen war und daselbst einen eigenen Haushaltbegründet hatte. (Siehe Seite 102.) Mit inniger Fürsorge undHingabe nahm Auguste sich ihres Bruders an. Sie hegte und pflegteihn, und ihre Kinder Franz, Rosa und Anna hingen mit großerLiebe an ihrem Onkel, den sie wie einen zweiten Vater verehrten.Nach Engelberts eigener Aussage hat er im Hause dieser Schwesterdie glücklichsten Tage seines Lebens verbracht.
Engelbert stand damals in der Blüthe seiner Jahre, liebte diegeselligen Vergnügungen und suchte nur den Verkehr mit dengeachtetsten Familien auf. Trotzdem er dem Subaltern - Beamten-stande angehörte, wurde er stets zu den Gesellschaften in denhöheren Beamten- und Offizierskreisen herangezogen. Zudem war erein guter, flotter Tänzer und ein Liebling der jungen Damen.
Bereits in vorgerücktem Alter, mit 43 Jahren, faßte Engelbertden Entschluß, in den Ehestand zu treten. Am 9. September 1867vermählte er sich mit der am 18. Februar 1848 geborenen Ida Auguste,Tochter des verstorbenen Justizraths Kaphahn und der Auguste Hensels.Die Erwählte, welche bei ihrer Verheirathung noch nicht das zwanzigsteLebensjahr erreicht hatte, war um 24 Jahre jünger als ihr Ehemann.
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