Druckschrift 
2 (1890)
Entstehung
Seite
28
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soll noch in den zwanziger Jahren dieses Jahrhunderts den Hansflurdes sogenannten Arnauer Schlosses'-) geziert haben. Heute ist dasselbe,um die Familiensage bestätigen zu können, nicht mehr vorhanden.

Fabian der Jüngere hatte Mestnicken, Praßnicken und Sudangeerbt; später erhielt er durch den Tod seines Bruders Georg auchdie Güter Gamsau und Fünflindeu dazu. Ferner blieb er noch Mitbe-lehnter von Arnau und Fnchshöfen. An geeigneter Stelle wird nach-gewiesen werden, wie nach und nach dieser große Grundbesitz infremde Hände gekommen ist.

Fabian trat frühzeitig in den Ehestand und hat sich nicht zwei-mal, wie das preußische Archiv vom Dezember 1795 angiebt, sonderndreimal verheil athet."") Im Alter von 27 Jahren schloß er im Jahre1662 das erste Ehebündniß mit Barbara, Tochter des Ludwig vonSchilden, der seinen Besitz in der Nähe von Szudargen in Polenhattet'-) Der Geburtstag Barbaras konnte vom Verfasser nichtermittelt werden; auch das Archiv in Warschau war außer Stande,über Ludwig von Schilden eine Auskunft zu geben. Aus denFamiliennachrichten geht aber hervor, daß Barbara in Königs-berg erzogen worden ist. Die Ehe Fabians währte nur kurze Zeit.Seine Gattin starb bereits in den letzten Tagen des Jahres 1663in ihrem elterlichen Hause bei der Geburt des ersten Kindes, einesSohnes, der den Namen Fabian Ludwig erhielt.

Nach Aussage des Majors Benjamin K. v. d. H.

Die Nachrichten in dem genannten Archive über die Familie K. vonHoffen, v. Hoffe und Kalan v. Hoffe enthalten neben unrichtigen Angaben rechtviele Lücken, die hier thctlS berichtigt, theils ergänzt werden sollen. Der Pericht-erstatter muß ans sehr unzuverlässigen Quellen geschöpft haben und mit vielenBorgängen in der Familie unbekannt geblieben sein. Auch ist es auffallend,daß in jenen Nachrichten der Familienname ganz falsch geschrieben ist.

In der alten Familienbibel ist der Name mit Barbara Schilden undnichtvon Schilden" angegeben; Bernhard K. v. H. nennt sie jedoch in seinenAufzeichnungen Barbara v. Schilden. Auch Benjamin K. v. d. H. bezeichnetden Namen seiner Ureltermutter mit Barbara v. Schilden aus Polen in derNähe von Szudargen. Barbaras Abstammung dürfte von der HannoverscheitFamilie Schilden, die im Jahre 1738 in den Rcichsadelstaud erhoben wurde,nicht herzuleiten sein. Es liegt hiernach die Vermuthung nahe, daß sie von demnoch gegenwärtig in Rußland lebenden Geschlechte derer von Schilden abstammte.