Druckschrift 
2 (1890)
Entstehung
Seite
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Nach einer treuen, unermüdlichen Thätigkeit für die Wohlfahrtseines Vaterlandes fühlte Fabian K. v. H. nach kurzem Krankenlagerdas Ende seiner Tage nahen. Nachdem er seine Gattin, Kinder undEnkel um sich versammelt und sie alle gesegnet hatte, verschied er mitdem Ausrufe:*)

Christus ist mein Leben,

Sterben mein Gewinn!"am 24. Juni 1678 im noch nicht vollendeten 68. Lebensjahre.

Weit und breit in dem Herzogthum Preußen kannte man denWerth des hervorragenden Mannes und die Art und Weise seines Ver-dienstes und seiner Bedeutung. Lag sie doch neben seiner eminentengeistigen Begabung in seinen Charakterzügen, in der Schlichtheit undmakellosen Reinheit seines Sinnes und Wandels, in der Festigkeitseiner Vaterlandsliebe und in seiner unerschütterlichen Treue und An-hänglichkeit an den Landesherrn.

Was er aber in seinem vielbewegten Leben im Dienste desGroßen Kurfürsten gethan hat, das genügt hinlänglich, um seinenNamen fortleben zu lasten in den Herzen seiner Nachkommen, undihn als einen der Treuesten unter den Treuen des HohenzollernstchenHerrscherhauses anzuerkennen.

Sein Begräbniß legte Zeugniß ab von der Trauer, welche seinHinscheiden erregte, und von der Liebe und Anerkennung, die er sichim Leben erworben hatte. Seine freundschaftlichen Beziehungen er-streckten sich über alle Kreise. Aus allen Ständen, aus der Näheund Ferne waren die Freunde herbeigekommen; der Adel, die Provinzial-städte hatten Deputationen entsendet, und die Universitätsprofessorenwaren mit der akademischen Jugend erschienen.**)

Mehrere poetische Nachrufe in lateinischer und deutscher Sprachewurden dem Hingeschiedenen gewidmet.***) Die Widmungen hier alleanzuführen unterläßt der Verfasser. Nur der schöne Nachruf von

*) Diese Worte befinden sich auch ans seinem Leichensteine.

Wallenrodt'sche Bibliothek und Aufzeichnungen von Fabinn und Bern-hard K. v. H.

Siehe Familiennachrichten von Bernhard und Larmina X. in der Wallcn-rodt'schen Bibliothek.