Druckschrift 
[1] (1890)
Entstehung
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In Bezug auf die Familienstiftung fsiche Seite 80) führt Verfassernoch nachträglich an:

Aus den Fainilicunachrichtcn geht evident hervor, daß es demzu Straßburg am 27, August 1847 verstorbenen Gerichtsdircktor CarlGottlicb Jonathan Kalau, dem letzten Urenkel des Stifters, vorbe-halten mar, die berechtigten Ansprüche auf die Familienstiftung mitErfolg geltend zu machen. Dies geschah im Jahre 1807, als derselbeeine Kreisrichterstelle in Ostrolcnka inue gehabt hatte und in Folge desunglücklichen Krieges, bei Abtretung Neuostprcußcns, wozu der KreisOstrolcnka gehörte, brotlos geworden mar. Seinem Antrage wurdeFolge geleistet, und erhielt Carl Jonathan Kalau aus der Stiftungeine Unterstützimg von 600 Thaleru,

Erwägt mau den Inhalt der Urkunde über die Stiftung desStipendiums, so erhellt aus derselben, daß diese Unterstützung ineinem solchen hohen Betrage aus den augesammelten Zinsen desStipendiums nicht gezahlt werden konnte. Jener Urkunde gemäß durftedie Vergebung des Stipendiums niemals ruhen; aber auch für denFall, daß das Stipendium eine Zeit lang nicht vergeben worden ist,konnten die angesammelten Zinsen des veranlagten Slipcndium-Capitals von 1000 Thalern die Höhe von 600 Thalern in einemZeitraum von wenigcu Jahren niemals erreichen, da Carl GottliebJonathan Kalau als letzter direkter männlicher Nachkomme des Stiftersdas Stipendium während seiner Studienzeit von 1707 1799 bezogenhat. Hiernach ist mit ziemlicher Gewißheit anzunehmen, daß jeneUnterstützung in Höhe von 600 Thalern nicht von den augesammeltenZinsen des unbenutzten Stipendiums, sondern entweder von dem nochvorhandenen Capital der Familicustistuug oder von den angesammeltenZinsen derselben gezahlt worden ist. Diese Annahme erscheint um sozutreffender, als auch der Ober-Regierungsrath Hermann Stcsfahny,dessen Mutter eine Urenkeltochter des Stifters war, dem Verfasser dieMittheilung gemacht hat, daß seiner Ansicht nach eine Vereinigungirgend eines Theiles des angelegten Capitals der Familicnstiftnngmit dem Capital des Stipendiums schon vor vielen Jahren erfolgtsein müsse, da er, wie sein Bruder Gustav, während seiner Studien-zeit aus der Kalau'schen Stipendium-Stiftung nicht 60 Thaler, sondern