Druckschrift 
[1] (1890)
Entstehung
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Valentin verschied im 58. Lebensjahre 1628 zu Kowno.

4) Friedrich, geboren 1574, Stammvater der vierten Linie,widmete sich dem Handelsstande und ließ sich in Königsberg nieder.Durch die im Jahre 1607 vollzogene eheliche Verbindung mitChristina, geboren 1588, getauft am 21. Juli 1588, Tochter deswohlhabenden Kaufherrn in der Altstadt Bernhard Thege") und derAnna Kose, gelangte Friedrich in eine sorgenfreie Lage. Er beschloßseine irdische Laufbahn im Jahre 1638. In seiner über 30 Jahrelangen Ehe hatte er mehrere Kinder, von denen ihn aber nur 3 Söhneüberlebten. (S. S. 69.)

5) Daniel, jüngster Sohn von Ludwig Paul und der CatharinaRadecke, geboren 1578, Stammvater der fünften Linie, wurde schonfrühzeitig von seinem Onkel Georg Daniel Kalow, der Mercator inP. Stargard war, zu einem Jünger Merkurs ausgebildet.^) Nachvollbrachter Lehrzeit ließ er sich daselbst nieder und gelangte zu eineransehnlichen Lebensstellung. Im Jahre 1620 ehelichte Daniel dieTochter des Kaufherrn Johann Michels."^) Aus seiner Ehe mitAnna Michels überlebten ihn nur ein Sohn und eine Tochter.

Daniel verschied 1640 als Senator und vornehmer Kaufmann;seine Wittwe verließ Pommern und ging mit ihren beiden Kindern

") Thege, ein schon im 15. Jahrhundert in Ostpreußen angesehenes Ge-schlecht, aus dem in den beiden nächsten Jahrhunderten mehrere vorzügliche Gelehrteund Staatsbeamte hervorgegangen sind.

DaS Geschlecht führte schon in frühester Zeit das nachstehende Wappen-Schild: quadrirt; I. und IV. Feld blau mit einer rothen Rose, II. und III. weis;mit 3 goldenen Querbalken. Helm gekrönt mit offenem Adlerflug. Geschlecht inOstpreußen erloschen.

-*) Georg Daniel Calow, Mercator in Stargard, gehörte dem pommerschenZweige der Kalows an.

«-»«) Die Mich els stammen von einem alten Patrizier- und Salzjunker-Geschlecht Westphahlens, aus der Gegend von Soest, ab. Mehrere Mitgliederkamen mit Beginn des 16. Jahrhunderts nach der Mark Brandenburg, Pommernund Ostpreußen. In Königsberg patrioius ksAioinontanus genannt, führten sieein besonderes Wappen. Im Jahre 1781 erfogte die Anerkennung des Adelsfür das ganze Geschlecht mit Verleihung ibres alten Wappens: Im rothen Schildeein weißer gezimmerter Querbalken. Helm roth und weiß bewulstet; der Quer-balken die Flügel eines offenen rothen Fluges verbindend.