Druckschrift 
[1] (1890)
Entstehung
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bar.") Ob dieses Wappenschild zu dem Löwen, den die Kaiaus inihrem Wappen Mitte des 17. Jahrhunderts geführt haben, in Be-ziehung gestanden hat, konnte nicht ermittelt werden."")

Nach den bestehenden Familienüberlieferungen soll Ludwig FabianKalaw mit seinen 4 Brüdern zu Anfang des 13. Jahrhunderts ausder Lausitz nach Pommern und Preußen ausgewandert sein. Zweider Gebrüder sollen in Pommern verblieben sein, während LudwigFabian mit den beiden jüngeren Brüdern gegen die Mitte des 13.Jahrhunderts nach Preußen gegangen ist und sich mit ihnen demdeutschen Orden als Heimlicher""") angeschlossen hat, um an denKämpfen gegen die heidnischen Preußen theilzunehmen.P)

Auch während des 100jährigen Kampfes der deutschen Rittergegen die Litthauer sollen die Kalawen in verschiedenen Zeiträumenan jenen Kämpfen teilgenommen haben. Der Tradition nach sollenDaniel Kalaw in der Schlacht bei Rudau 1370 und Ludwig ValentinKalaw in der Schlacht bei Dannenberg 1410 an der Seite des Com-thurs Bernhard v. Wobecke gefallen sein.chch) Allerdings beruht diese

t Verfasser hat daS Wappen noch im Jahre 1845 gesehen.

Wappen.der Kalawen: Im blauen Schilde ein schreitender gol-dener Löwe mit ausgestreckter rother Zunge, in den Pranken einen Baunrast.Helm gekrönt nrit wachsendem Löwen.

Die Heimlichen des Hanfes dienten ohne Sold und hatten viele Rechteder Ordensbrüder nrit besonderen Freiheiten. Sie waren weltlich und konntenverheirathet oder unverheirathet sein; sie gehörten sowohl ihrer Person als ihrenGütern nach dem Orden an, rnußten sich aber aller Hantirungerr enthalten. Sietrugen Ordenskleider, doch nicht mit einenr ganzen Kreuze. Einige dienten imHause, andere inr Felde. (Siehe Ordensregel.)

1) Eine Familiensage, die von dem Bater auf den Sohn gekommen ist.ff) In den Bänden der Sorixtorss rsrum prussrearurn sind die Namen ge-fallener Ordenskämpfer nicht angeführt.

Die in der Familie verbreitete Ansicht, daß die Beteiligung der altenKalawen an den Ordenskämpfen aus einem oarmon dsroioum hervorgehen soll,kann nur als eine irrthümliche bezeichnet werden. Dieses oarmsn lloroiourn (sieheErleutertes Preußen 1724, Stück XXV) steht mit den Kalawen in keinem Zu-sammenhange und bezieht sich auf den zur Zeit des Hochmeisters Reffel v. Richten-berg lebenden Landmarschall Erasmus v. Reitzenstein, dem vom Feinde einPfeil in den Hirnschädel geschossen wurde. Ein Stück von diesem Pfeile, etwa4 Finger breit, hat genannter Marschall in seinem Haupte 14 Jahre lang getragen,bis es endlich aus dem Gaumen herausgefallen ist.