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„(Emilie erfe^ett, iljm feine ,frau, fo hochbegabt, fo Reiter unb fo mirfenb für itjn„unb feinen Sohn! Hur fein Pertrauen 311 ©ott, feine fefte Ueberseugung, ba£„fo mie er es fügt, es 3U unferm Beften fei, Ejat ifym bie 'Kraft gegeben, bie„fernere Prüfung männlich ju ertragen, gu Beiner Beruhigung fann ic£> es„Bir fagen, er trägt feinen Sd)mer5 als Plann.
„IPährenb ber legten neun Plonate habe er fich beifpiellos aufopfernb„gejeigt. Pur ihretmegen trennte er fich D011 ihr, bamit bie Suftperänberungen„gtinftig auf ben Perlauf ber Kranfljeit einmieten möchten, ober boch Siinberung„ihr uerfchafften, benn, mie er mir mehrere Plonate porher fdjon fagte, ber„Kranfheit felbft mar fein Bamm mehr entgegen 31t fc^en.
„So gefdjah es benn aud) mit ©ottes E^iilfc, baf bie gute (Emilie nicht„bettlägerig mürbe. 3 n ^ en erften Plonaten 3mar hatte fie unter ftarfen Riebet«„erfdjeinungen an heftigem Ruften piel 3U leiben, in ben lefdeu IDod^en aber mar„fie trotj fortmährenben Schminbens ber Kräfte ohne Diel puften heiter, ja felbft„fröhlid? unb pergniigt." —
Seinen SoI)n hatte Kubolph burd} folgenbe IPorte 3urücf gerufen:
„bjamburg, 2. September {8^.
„Bu mirft Bid; munbern, thcuerfter Söhn, 5mei Briefe auf einmal 3U„befommen. Blutter ift bie Peranlaffung. Sie fprad) es 3mar nicht aus, bod)„lefe id} in ihrer Seele, ba§ fie Bich 311 fehen münfcht. Komme baher gleid} nach„(Empfang biefes Briefes. . . 3<h ermarte Bich morgen Kbenb . . . ."
Pur nod) an bas ©oötenbett feiner BTutter führte biefer Huf ben Sohn. (£r unbfein Pater, fie maren fich gegenfeitig ber größte ©roft mährenb ber erften IDodjen nach bemfdjmeren S<hicffalsf<hlage. Bann aber rief ber Beruf ben Sohn 5urücf nach ©ralau, bem©ute, auf bem er bie Sanbmirthfchaft erlernte, unb ber Pater läft nun in feinen häufigen,langen Briefen feine Erinnerungen unb Betrachtungen über bie geliebte Entfdjlafene ausftrömen.
Peben pielen anbeten finben fidj in biefen Briefen bie folgenben rührenben Stellen:
H. September
.... „Ptit biefer <geit beginnt in Beinern Sieben ein neuer Kbfdjititt.„Bu bift auf bem rechten IPege, bleibe in ihm, 3erftöre nicht bas IDerf Beiner„Ptutter, es mürbe ihre Seeligfeit minbern. — IDo fie mohl meilt in h e tbg e u„Sdjauern, mährenb mir in ahnungspoEer ^infternif manbeln? Sie fanb, mas„mir noch fuchen. Bie Erbe hatte piele Beise für fte, boch fonnte fte fie nie„Perioden. Bie Poth ber Erbe biente nur 311 ihrer Perebelung. Permöchte id)„einft mürbig mieber an ihre Seite 3U treten! 3 <h fühle es, pergleiche ich midj„mit ihr, bas ift ein fel?r hohes für midi! IPie fanft, gebulbig, freunblich„mar fie gegen 3eben. Sie befajj mahre Plenfchenliebe. 3<h erinnere mich feiner„fchle<hten ©hat pon ihrer Seite, nidjt einmal eines unerlaubten IDortes. So mar„fie pon 3 u Seub auf. 3h re Ptutter brauchte fie garuidjt 311 er3iehen. 3<h„begreife nur nicht, mie ein foldjes menfdjliches IPefen möglich getnefen, unö mie„es gefommen, baff id) bies KUes je§t erft anerfenne, ja fogar nun erft bemerfe.„3h r e Knfprudjslofigfeit muf bies bemirft haben. Sie orbnete fich n 'cht allein„3ebem unter, fie bad)te pon fidj fo gering. Bas ging fo in ihr gai^es IPefen„über, baf fte mich blinb machte. Ber ©eminn ift bafür auf ihrer, ber Perluft„auf meiner Seite. IPas ftnb bie glänsenöften Eigenfdjaften ber Kiinftler unb