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„Donnerstag, ben 22. Kuguft 18^.
„©ebadjt habe id) fleifig an meine ^rau. .... Dienstag früfyftücfte id)„bei (Emilie, af 5U £)aufe, Kbenbs im Cfyeater. (Earo hätte mid) beinahe bauon„abgehalten; er mar fo ausnehmenb h e ^ er ' als ^ meinen £jut ergriff, Kopf unb„Seamans fanfen fo tief, als id) ihn nidjt mitnahm, baf; mein f}erj ben gan3en„IPeg bis 311111 Schaufpielhaufe blutete, ich n °d) bid)t t>or ihm uncntfchloffen mar,„als id) auf einmal 3 U ^ US / Emilie unb ^ermina traf, mit benen id) in ben„erften Kang ging. ....
„Bad) Salsmebel gehe id) nid)t. Unter fOO Courantmarf f)ätte i<*!„Keife nidit, unb ob es mir gleid) uiel ^freube bereiten mürbe, meine Sd)uIgenoffen,„menn fie fommen, mieber 3U fehen, fo glaube id) einmal nidjt, baf fie fo uiel„Danfbarfeit fühlen, unb mit Ked)t, um fid) bort ein3ufiuben; 5U111 anbern, mas„foll id) auf ©aftereien? 3^ ietnn nid)t effen, trinfen, bis 3um Selbftuergeffen„meinen 3 U ^ fteigern, mürbe alfo eine jämmerliche ^rafe unter ben fröhlichen„fd)neiben. ....
. . . „nichts Zceues, als baf id) mid) mohl befinbe, obgleid) näd)ftens„©ctanbria *), unb 3mar bei KIbers ift." —
Die anfänglich fräftige junge frau fing im 3 a ^ re W 8 an 5 U fränfeln. ©rofforgfamfter Bel)ütung burd) ihren ©atten fd)manben ihre Kräfte bal)in. Kls Kubolpl) basIDefen ihrer Kranffeit, bie Cungentuberculofe, 3U erfennen begann, ba bot er burd) £uft<ueränberungen alles auf, um bas fd)leid)enbe Hebel 3U111 Stillftanb 3U bringen, ober bod) 5Ulinbern. 3 m Sommer I84.9 fanbte er fie 3unäd )ft auf bas £anb, bann nad) ©uj-hanen,barauf nad) pelgolanb. Km 2\. Kuguft f8^9, Don pelgolanb 3urücfgefel )rt, mo er feine©attin befudjt hatte, fd)rieb Kubolph feinem Sohne:
„fahre fort, t£)eurer Sohn, Deine fleißigen rauhen ßänbe für Deine„UTutter im ©ebet red)t oft 5U falten. Sie bebarf beffen! . . . HTöge ihr ©eift„ferner in Dir fortleben \" . . .
Der Krjt hatte &as herannahen bes (Enbcs erfannt, bas am 2. September f8^9eintrat. — Sein Bruber 3tdt us fdjrieb feinem Bruber ©uftan barüber folgenbe iDorte:
„Die gute, h err lid)e, liebe Doctorin (Emilie Baetcfe ift nid)t mehr unter„uns! Km 2. September b. 3- »erfdjieb fie in Kubolphs Krmen, nad)bem fie„feit faft einem 3 a h re an Sd)minbfud)t gelitten hatte.
„Seit U\ül)uad)ten v. 3« mürbe es uns flar, baf mohl feine poffnung„auf ihre ©enefung uorhanben fei. Um ©ftern fd)on ging fte auf's £anb 3U„ihrer intimen freunbiu ©l) ere f c Pehtuöller, geborenen Pehmöller, im 3 U ™ na <h„hannouer 311 ihrer Scbmefter UTathilbc 3dger, im Knfattg Kuguft nad) Cuphanen,„5U UTitle besfelben UTouats nod) nad) h e '3°lanb, um bort bie fd)öne £uft 3U„genießen. 3h l ' e Kräfte fchmanben inbef fo fehr, baf fie fid) beeilen mufte, nad)„pamburg 5uriid 3U gelangen. 3fy re Sd)mefter, bie ihre treue Begleiterin gemefen„mar, führte fie am 50. Kuguft uon f}elgolanb surücf, unb fd)on am 2. September,„bes Kbenbs um 7 Uhr, haud)te fie ihr fdjönes, mirfungsreid)es Sieben aus.
„Unfer guter Bruber bauert midi unenblid)! Sein einsiger Sohn, Kubolph,„ift feit ©ftern auf einem ©ute bei ©ibesloe um bie £anbmirtl)fd)aft 5U er=„lernen, 1111b bal)er fteht ber geliebte Bruber nun gans allein ba, uerlaffen fann„id) nicht fagen, ba mir alle nad) unfern Kräften feinen Sdpners ihm 311 linbern„uns bemühen. Dod) mie fönnten mir aud) nur im (Entfernteften ihm feine
ZJnmerPnng. ') ©ctanbria mar ber Harne, ben acbt befreunbete Zielte, 3U benen aud) Hubolpt) gehörte, üjrenregelmäßig alle Sage ftattfinbenben gufammenfiinften gegeben hatten-