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Geschichte der Familie Baetcke
Entstehung
Seite
144
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„Didier gegen foldje fittlid)en Anlagen! Diefe £eud)ten 6er ©itgettb für bas„2Tlenfd)engefd)Ied)t finb nothmenbig, aber rättjfeIE?aft. Hafer Derftanb fann foldje„Benorjugung nicht begreifen."

„18. September f8^9-

„Dt an mufj fid) nicht unnötig ermeidjen! tDir muffen uns männlich„benennten. Hrbeit un6 Selbftüberminbung müffen unfer ©roft fein.

„tüte h at fic£j mein ©emtith in Deinem Umgänge erquicft. (Erlaubten„es meine Derhältniffe, morgen jöge ich nad] ©ralau, mettn auch nur in ein„Bauernhaus. IDürbe 6as suträglid? für Deine (Entmicfelung fein? Hn6 6ann,„man öarf fidj nid)t ju fefyr an einauber hängen. ©rennung bleibt 6och unfer„£oos. 3^? 6enfe, mir erlebten 6en unermarteten Beleg. — DTutters liebliche„©eftalt, ihren ftets freunblidien, uerebelnben Ilmgang müffen mir für eine Beihe„r>on 3 a ^ re n entbehren. — Sie mar fittlid) reif, nerbiente 5U fterben. Beftreben„mir uns, 6en 2Deg ju manbeln, 6en fie uns mies öamil? 3 a / bettfe über öiefes„Jrageseid^en nad). IDie ift fte uns, befonöers mir, in jeber fjinfidjt uorangeeilt,„roie foll idi fie erreichen? Du h a ft mie fie, theures Kinb, meniger Httlage 5um„Böfen als oiele. IDerbe nicht fidjer öaöurch, mie fte es nidjt marö. Sprich mie„fie: „Hteitte Derantmortlichfeit ift um fo gröfer." Sie hat Sich geleitet, bis Du„allein 5U gehen im Staube marft, 6ann fchlof fte ihre lebettsmüöen Bugen.„Sanft mar ihr ©06, gleid) ihrem fanften £eben. 2Die monnenoll muf ihr„(£rma<hen feinl 3^? fenne meit mehr eöle grauen als DTänner. Dennoch„nennt man fie öas fd)mache ©efdjlecht. Sie haben ntehr Beligion. BTutter„nerlor in 6en legten 3ahrm alles SchmanFen im ©lauben, in ihren Pflichten;„ihr Blicf muröe über eigene 11116 fremöe Derhältniffe fo flar, baf fte öer mittel*„punft, 6er fittliche S<hmerpunft ihrer Befannteu in meitem Kreife mur6e. 3fy r„©eift gemann an Kraft, mas 6er "Körper an Stärfe uerlor. ©b fie ein Bor*„gefühl 6es nahen ©obes bemerfte? 3^? meif m<hh mo id) meine Bugen„gehabt, baf mir 6iefe Deränberung in BTutter erft jetgt fo flar gemorben. ^um„©heil liegt 6ie Schulö an mir. 3<ä? fpradj ju menig, beshalb theilte fidj BTutter„mir nid)t mit. lüie bitter bereue idi bies nun, 5U fpät, uttö mie nieles Bnbere„noch! Bemahre Did] r>or foldjer Heue! Sie ift fchrecFlid] I"

26. September

„Hoch immer fein ©rieb jur ernfthaften Befd)äftigung. Daf Du au„tni<h bettfft, bas meifj ich °h ne Deine Beantmortuug, iubef glaube mich nicht„uerjagt, ober fehr betrübt. 3^? mache mir fogar Bormürfe, baß i<h es nid]t„bin. Sie ift feelig, niel gliicflicher mie hier auf ber (Erbe, bas ift meine„Beruhigung. IDeim ich bann boch betrübt über bie ©rennung bin unb mich„frage: „ba Du Dich hi^emfin^e" mußt, mie madjft Du biefes? fo ift bie„Butmort: „3nbem Du Dich befferft!" Unb ba ift norjüglich eine Seite, bie id?„in mir ausjubilben trachte: bie Xcäd)fteuliebe, morin ich bisher fo gefehlt. Blatt„fann nicht 3 e ^ett im gleichen DTaße, überhaupt nicht BUe lieben, man uermag„aber beu IDibermillen, ben, id) menigftens, gegen (Einige, ober gar Diele entpfinbe,„5U befiegen. 3<ä? befätnpfe ihn mit Bnftrenguttg. Somie mir 3«manb begegnet,„ben ich ttidot leiben mochte, fo nergegenmärtige ich mir feine Bulage, (Eichung,„Sd)icffale unb fudje baraus bas mir an ihm DTißfällige ju erflären, ihn 5U„eutfchulbigen, fliehe ihn nicf)t mehr mie fonft, 5minge mich 3 U einem freuttblichen„©efpräche unb fiube: es geht. HB II es mir fdjmer merben, rufe ich im 3nneren: