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ziemlich grob und hart bezeigte, so wurde ihm deswegen mit gleicherHöflichkeit begegnet und des Königs van Dänemark Autorität und Hoheit vonEberstein schuldigstermaßen beobachtet. Auch wußte Botticher den Oberftlt. Allardund andere Offfziere an sich zu ziehen und durch sein Zureden und der OffiziereMitwirkung es dahin zu bringen, daß ein großer Theil der Reiter von denPferden stieg und wegen ihrer restirenden Gage Anforderung machte.
Als man nun zur Musterung schritt, fand Bötticher eins nach dem andernfür nnannehmlich, das eine Pferd war zu groß, das andere zu klein, es standenihm überhaupt weder Reiter, noch deren Montirnng nnd Pferde an. Weil ermich keine Offiziere und Korporale, noch deren Knechte unter der Zahl Passirenlassen wollte (wodurch 144 Mann an der zu liefernden Anzahl Reiter abgingen),so genügten nur 319 Reiter den Anforderungen Bötticher's und es fehlten alsozur Ergänzung der 500 Pferde noch 181 mit deren Montirnng. Bötticher ver-langte auch, daß die völlige Montirnng angeschafft und kein Geld dafür an-genommen werden sollte, wozu man sich zur Beförderung des Werkes erbotenhatte. Eberstein hatte einige hundert Ellen Tuch zu den ermangelnden Mäntelnzur Stelle geschafft, wozu er den Offizieren Schneidcrlohn zu der Anfertigung,als auch anstatt der ermangelnden Stiefeln für jedes Paar drei Reichsthaler z»erlegen offerirt nnd ungeachtet er wegen richtiger Lieferung der ermangelnden181 mit völliger Montirnng seine Parole gegeben, so wollte doch alles nichtsfruchten; Eberstein mußte daher den harten Postulaten weichen und die Völkerwieder in die alten Quartiere gehen lassen. Die G.-Kvn»nissarien schriebeil abersofort nach Hamburg, um Mäntel, noch mehr Pistolen, Stiefeln und Degen zc.so eilig als nur möglich herbei zu schaffen; es wollte auch der G.-MajorK. v. Alefeld zur Ergänzung der 500 Reiter 181 seiner tauglichsten Dragoneranslesen, so daß Eberstein sich der Hoffnung hingeben konnte, daß am Freitagden 23. Juli „den Schweden Satisfaktion geschehen könne."
Der General-Major Bötticher berichtete sofort dem Könige von Schweden,„was ihm vor Leute, die die Dänen zu liefern schuldig, vorgewiesen worden."Derselbe führte an, als er die vorgestellten Truppen durchgemustert, es wärennur 300 Mann an der Zahl wirklich vorhanden gewesen, welche mit Kleidern,Pferden, Mänteln nnd Gewehr dergestalt übel mvntirt und versehen gewesen,daß sie bei bevorstehendem mich nur geringem Marsche schwerlich etliche Tagewürden haben ansdanern können; u. a. wäre ihm ein Trupp Musketiere vonungefähr 50 Mann, die ihre Musketen und Lnnden noch in den Händen gehabtund nackend und bloß gewesen, nebst einer Anzahl Mnrschpferde ohne Sattelund Zeug, auf welche die Reiter gesetzt worden lind aus Glückstadt erst hättenmvntirt werden sollen, zur Annahme vorgezeigt.
Am 17. Juli theilte der Psalzgras dem Feldmarschall Eberstein schrift-lich mit, sein König begehre nicht etwa Leute nach der Zierde zu haben, sondernbloß solche, die montirt und vermügsam seien, als Reiter Dienste zu thun; wennDragoner hätten angenommen werden sollen und können, würde man so langedamit nicht angestanden haben. Hierauf erwiderte Eberstein am 18. Juli, daßer sich befleißigt habe, solche Leute zu liefern, die unter einer Armee passircnkönnten, vermeinte auch, solche Präsentirt zu haben, die untadelhaft nnd alle zuReitern tanglich genug gewesen, zumal dieselben aus nenn geworbenen Kom-pagnien gerichtet worden; der Pfalzgraf würde auch während der Zeit, in welcherer im Kriege mit Ruhm kvnimandirt, unter den Armeen nicht allemal gleich ge-übte Reiter gefunden haben, daß aber die völlige Anzahl der 500 Pferde in deinbestimmten Termine nicht präsentirt wordeil, darüber könne man weder denGeneral-Kriegskonnniffaricn, noch ihm, dem Feldmarschall, etwas beimessen, weiler sich nach den eingegebenen Rollen gerichtet, vermöge welcher auch über 300Reiter von den Offizieren zur Stelle hätten geliefert werden sollen, wozu dieGeneral-Kommissarien über 200 gute Pferde, 200 Sättel mit zugehörigen Pistolen