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500 Reiter und 500 Dragoner den Schweden übergeben. Eberstcin benachrichtigtedeshalb den Reichsadniiral Wrangel davon, daß er der schwedischen Generalitätden Obersten Güldenlöw nnt einem Regimente zu Pserde und einem RegimenteDragoner zuschicken werde. Weil aber Wrangel die Dragoner durchaus nichtannehmen wollte und 1000 Reiter begehrte, so befahl der König, daß die Dra-goner zu Reitern gemacht werden sollten. Sie sollten mit Pistolen ans demZeughanse, in welchem aber nur 150 Paar Halfter vorhanden waren, montirtwerden. Wegen der Pferde und Sättel ging's gar schwer her. Nachdem derG.-Major Eckerich die Reiter aus dem Stifte Bremen herüber geschickt hatte,ersuchte Eberstein die G.-Kvmmissarien, daß sie ihm 300 Pferde mit Sattel undZeug, Pistolen und Halftern liesern möchten. Die noch crmangelnden 300 Reitermit den Offizieren wollte der König zu den in Holstein sich befindenden 8 Kompagnienstoßen lassen. Eberstein erwartete außer den Reitern, die ihm ans Dänemarknoch zugeschickt werden sollten, auch seinen Oberstlient. Friedrich Holstein, derdes Obersten Güldenlöw Oberstlientnant werden sollte.
Nachdem der Feldm. Eberstein dem Könige Karl Gustav eröffnet hatte,daß er von seinem Könige befehligt sei, die noch restirenden 1000 Reiter zu-sammenzuziehen und unter dem Kommando des Obersten Güldenlöw zn über-liefern, bevollmächtigte am 23. Juni der sich damals in Flensburg aufhaltendeKönig Karl Gustav seinen G.-Major Hans Bötticher und seinen G.-AnditenrV. M. von Mausen, die 1000 Reiter in seinem Namen anzunehmen. Der-selbe wollte sich's auch gefallen lassen, daß diese Reiter in zwei Regimentern,jedoch unter dem Kommando des Obersten Güldenlöw, und zwar 500 in Jüt-land (nämlich das Brockenhnsen'sche Regt.) und die übrigen 500 in Holsteingeliefert würden. Der Gen.-Lient. Horn sollte die Reiter in Jütland und derG.-Major Bötticher die in Holstein annehmen und darüber qnittiren. Daseine Regiment von 500 Pferden wollte Eberstein aus Holsteinischen Reitern undDragonern bilden.
Am 9. Juli sollte zu Kvlding das Brockenhnsen'sche Regiment überliefertwerden, weshalb sich der Oberst Güldenlöw zn dieser Zeit persönlich inKolding Anfinden sollte, damit er von dem General-Lieutnant Güldenlöwdem Regimente als Oberst vorgestellt werden könnte. Als aber der Oberst G.in Erfahrung gebracht hatte, daß der König von Schweden bereits in Kiel an-gelangt sei und man nicht wissen konnte, wie schnell der gänzliche Aufbrnch er-folgen möchte, es auch ein weiter Weg hin und her war und dem Obersten anMvntirnng :c. noch verschiedenes fehlte, so hatte er es für diensam erachtet, inGlückstadt zur Stelle zu bleiben.
Die Reiterei in Jütland wurde von den Schweden zuerst angenommen;wegen der übrigen in Holstein aber suchten die zur Annahme derselben kvmman-dirten schwedischen Offiziere, namentlich der G.-Major Bötticher und der OberstPnttkamer, eine Schwierigkeit nach der andern hervor, welche in den Friedens-pakten nicht begründet waren. Infolge einer Meldung des G.-Major Bötticher„wegen der Leute, so ihm an Seiten der Glückstädter wollten überliefert werden",ertheilte nämlich der König von Schweden den Bescheid, „daß er 560 Ein-spänniger haben müßte und zwar alles deutsche Leute und keine Dänen,man möchte sie auch unterzuflicken suchen, wie man wollte; es müßten auch dieerwähnten Einspänniger alle gut und Wohl montirt sein und keinen Abgang anetwas haben."
Unterm 7. Juli erwiderte Eberstein dem G.-Major Bötticher: „Nun werdenja von keinen Glückstädtern, sondern von meinem allergnädigsten Könige undHerrn selbige 500 Pferde geliefert ec. Für meine Person bin ich keinGlückstädter, die dennoch auch gleichwohl ehrliche Leute sein: Und ist meinName so gar unbekannt nicht zc. Vermeine auch im übrigen nicht, daß manUrsach habe, die ganze dänische Nation, in welcher ebensowohl dann unter