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Da es in den Holsteinischen Garnisonen sehr unordentlich zmpng und dieKompagnien der Regimenter sehr^ durcheinander lagen, so hielt es Ebcrstein fürnöthig, daß die Festungen heständige Garnisonen und Kommandanten er-hielten.
Ob Eberstein noch so lange, bis der schwedische Marsch vorbei war, inGlückstadt verbleiben, oder ob er sich wieder auf die Reise zu dem Königebegeben sollte, darüber erwartete er damals noch immer den königlichenBefehl.
Nr, 7. Schreiben Ernst Albrecht's an K. ^i-nlmieli ck. «I. Hlnckltadt d.22. Nn) anno 1658. Aeldtinarschatck Kberstäin ivegen des aubgeribenentändrichs, der Ttjnmvstorffischen vötcker, Uerordnung beltendiger Funimismw»und eommencknnten in den vestnngen, jtem besteünng eines wahlmeillers.?«. den 26. Rnv 658.
iLwer königl: maytt: kau ich in allervnterthänigkeit vnberichtet nicht laßen,daß ich vor ein tag oder drey einen fenderich, welcher zuvor jhr königl: nmytt:alhier gedienct, mit etzlichen knechten, die er hier auß der Auarnisou ckepussigretvnnd vnder den Schwedischen obristen Ostens regiment hat vnterhalten laßen, ge-sanglich nehmen vnnd ihne auch vxmniniren laßen, vnnd weil er dan sehr kcgenjhr königl: maytt: psesiret vnndt nicht ehrlich gethan, daß er hier in der festungheimlich geworben hat, derowegen werde ich des ersten tages krieges recht über ihmhalten laßen, was ihm daßelbige mitbringen wirt, jhr königl: nmytt: solches zu-zuschicken, vnnd weil einer darunter der schon einmahl durch gegangen ist, vnnd ichleichtlich ermeßen kan, was seine sontviis sein wirt, andern zum abschew ihm seinenrecht wiedersahren laßen, den daß anßreißen hier sehr geinein wirt. Weiln auchvier eomxn^mvu, welche über 200 man nicht sein, von des obristen Dumbstorsfen regiment hier in den marschen liegen, vnnd viell klagen über dieselbigekonnnen, habe ich sie beordert einzukommen vnd ahier zu IvMren, weiln die ^unr-nison alhier nicht die starckeste ist, Bitte derowegen, daß jhr königl: maytt: allcr-gnädigst befehlen wollen, ob ein oder zwey eomMg'nion auß den vier Compagniensollen gemacht werden, oder wie es jhr königl: maytt: damit wollen gehalten haben,<Lß ist so gar unordentlich alhier in denen guaruisoneu, daß die Compagnien vonden regimentern so gar vnder ein ander liegen, vnnd wirt hoch nötig sein, daß jhrkönigl: maytt: bestendige gnarnissonen vnnd commenckanken in den festungen ver-ordnen, den jhr königl: maytt: viel beßer werden bedient sein, wan richtige connnen-«ianien vnnd guarnisonen in einen iedwedern orth liegen werden. Weiln einenwählmeister, welcher gleich sehcr, seinen spaden selbstcn auff den nacken ninnnetvnnd vff den wähl achtung haben möchte, hochnötig wehre vnnd jhm des jahrsein hundert rdr, vnnd was von getreydig zur jahrs bcstallung gegeben würde, köntejhr königl: maytt: alle jähr ein großes an den wähl provittiren. Fch hctte jhrkönigl: maytt: in aller vnderthänigkeit noch eins vnnd das ander zu hinterbringen,so erwahrte ich nur allergnädigsten befehlig, ob ich noch so lange, biß derSchwedische marcll vorbey ist, alhier verbleiben, oder ob ich michalsobalt wiedervmb aufs die reiße zu jhr königl: maytt: begeben soll,werde ich solches biß dahin anstehen laßen, Sabe solches jhr königl: maytt: inallergehorsahmbster vnterthänigkeit nicht vorenthalten wollen vnndt dieselbe sambtdero hochgebohrnen gemahlin, dero königl: hocheit jungen printzen vnnd königl:sräwlein der gewaltigen vnnd gnädigen obhut gottes zu allen: selbst erwünschendenhohen königl: Wohlergehen hiemit allervnterthänigst empfehlen wollen. Lwer königl:maytt: allervnterthänigst-gchorsambster diener
Ernst Mlrccht von Eberstein.
„Rslal, der gouvsrnsurs u, c-.oinwkuM-wMn Gliickstadt :c". Vol. III.