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Kriegsberichte des Königl. Dänischen General-Feldmarschalls Ernst Albrecht von Eberstein aus dem zweiten schwedisch-dänischen Kriege : herausgegeben nach Briefen und urkundlichen Aufzeichnungen im Königl. Reichsarchive zu Kopenhagen und im Königl. Geheimen Staats-Archive zu Berlin
Entstehung
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ßgeliebt es gotüß ehisten wiedcrkunfst zue Kopenhagen underthänigsten berichtdavon erstatten will.

Don denen königli schwedischen völckern seindt 6 regiinenter zu pferde iinmarelm begriffen, derowcgen ich einen paß eine stunde von Brei tten bürg bey derNeüdorffer kirche ohnsern der Arücker schantze init 24 inann auch cinein guten scn-derich undt under oktiaiaren besetzen lassen. U) sonsten in ein undt andern? fernerskan beobachtet werden, solle mit fleiß abservieret werden.

Die rcüterey in ksohlstein hierheruinb sainbt denen zweyen eampnonien vonoberisten Aörbern, die vff Sambsöhe gelegen haben, ist nicht starcker alß 200 pferdt,undt deß »'enerul oonnnissaris Detlefs von AhlseIdts eau>pn»r>ie, die rellueieretworden, ist nicht starcker alß 2 s einspänniger gewesen, ohngeachtet sie allzeit weitüber s00 pserdte ist truetiaret worden.

Der oberste (Zm'Aass hat orckra zu muraliiaren. Wie balden aber solchesgeschehen wirdt, weiß man nicht, dan es mit der Schwedischen gäntzlichen ab-murebe »och ziemblichen langsamb zue gehet, so höhrct man auch von derBrandenburgischen, Geste rreich ischen undt Polen mareba oder vornehinenHöhret man noch sehr wenig.

Wie es sonsten ewer kön: inayt: wegen in ein er persohn, ob ich nochetwas allhie verbleiben oder mich wieder nach (Loppenhagen begebensolle, gnädigst gehalten haben wollen, absonderlichen weyln wegen meinesAoubarnumants noch keine schrifstliche orckra habe, deßhalbcr bitte ichunderthänigst mnb förderlichsten beselch. Solte ich aber noch etwas allhie verbleibenmüßen, hette jch eine undt andere gnädigste spoeial orckro höchst nähtig umb, waßdie notthurfft erfordert, mit desto beßercm nachtrucke anzuordnen. <Lwer kön: mayt:damit göttlicher sichern obhuet treülichst empfehlendte Lwer königD mayt: aller-underthänig treü gehorsampter diener

Ernst Albrecht von Eberstein.

Am 20. Mai ließ Eberstein einen Fähnrich, der znvor dem Könige vonDänemark gedient, in der Festung Glückstadt aber heimlich geworben hatte, daraufmit etlichen Knechten ans Glückstadt entwichen und zu dem Regimente desObersten Osten gegangen war, gefangen nehmen, um über denselben und überdie entwichenen Knechte Kriegsgericht halten zu lassen. Weil sich nun unter denentwichenen und ebenfalls wieder eingebrachten Knechten einer befand, der schoneinmal durchgegangen war, und Ebersteinleichtlich ermessen" konnte, was seineSentenz sein würde, so wollte er andern zum Abscheu demselben sein Rechtwiderfahren lassen, denndas Ansreißen hier sehr gemein wird."

Weil über die vier in den Marschen liegenden Kompagnien des OberstenThumbsdorf viele Klagen einliefen, so erhielten sie von Eberstein den Befehl,sich in Glückstadt einzuquartieren, woselbst die Garnison nicht die stärkste war.Ans diesen nur 200 Mann starken Kompagnien wurden zwei fvrmirt.

In den Fürstenthümern hatten die Dänen an Reitern und Fußvölkern vielAbgang gehabt; auch in den Garnisonen befand sich nur eine geringe Mannschaft,

Detlef v. Alefeld Kompagnie bestand, nachdem sie redneirt worden, nur aus21 Einspännigern. In Bremervörde stand eine Kompagnie zu Pferde, die50 oder 60 Pferde stark war, und die Garnison daselbst war nicht über 300 bis400 Mann stark.

Der in Bremervörde liegende General-Major Eckerich sollte demFeldmarschall Eberstein Reiter nnd Dragoner abgeben; Eckerich, dergarschwach" war, wünschte jedoch, daß ihm Eberstein zuvor ebenso viele Musketierezuschickte.