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Zu bemerken ist noch, dass sich ausser dem oben Band II,S. 222 beschriebenen Grabsteine noch ein zweiter heutzutagein Grünstadt befindet., der früher im Hüninger Kloster 1 ) lag,im 18. Jahrhundert nach Grünstadt verbracht wurde, um eingräfliches Gartenhaus zu schmücken, und dann in die sogen.Jacobslust kam, wo er heute noch steht. Er zeigt die 1387gestorbene Jolantha Gräfin von Leiningen 2 ), geb. Jülich (GattinFriedrichs VII.) in ganzer Figur en relief, ohen rechts denLeininger, links den Jülicher Wappenschild.
Uber die einzige alte Burg, welche noch intakt in ur-sprünglichem Besitze ist, — die Westerburg — sei nochFolgendes nachgetragen: Auf Basaltfelsen erhebt sich die Burgals mächtiges Viereck mit Vorhöfen, Thürmen und Mauern;auf der Nordseite hat sich der Bau in seiner alten Gestalt er-halten, während die Südseite dem Anfang dieses Jahrhundertsentstammt. Die Säle und Gemächer der Nordseite zeigen nochden Rundbogenstil des 10. bis 11. Jahrhunderts 3 ). Otte inseinem Handbuch der kirchl. Kunstarchäologie (I. Bd. S. 25,II. Bd. S. 92) sagt, dass die ehemalige alte Schlosskapelleüber dem Thore lag, eine östliche Wandnische enthielt, unddass das Südportal der Kapelle reich mit Zackenbogen undeiner Vorhalle mit 4 Säulenarkaden (Stil um 1220) geziert ist.
Die Schaumburg ist im Besitz des Fürsten von Waldeck,Schadeck in dem von Schadecker Bürgern; beide Burgenbestehen noch, die Erstere sehr vergrössert.
Alt-Leiningen und Neu-Leiningen 4 ) — in Leiningen-Westerhurgschem Besitze — sind noch stattliche und stolzeRuinen von bedeutendem Umfange, für deren Erhaltung ge-sorgt wird.
x ) Lehmann, Leininger Thal, S. 191.
' 2 ) S. I. Bd. S. 135.
3 ) Lehmann, Dynasten v. Westerburg S. 28.
4 ) S. II. Bd. S. 362.