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kriegen Ludwig's XIV., und rührt jedenfalls daher, dass das HausLeiningen im Elsass und in Lothringen zahlreiche Besitzungenhatte; hierdurch bedingte sich häufiger Verkehr am PariserHofe, sowie an französischen Gerichten, und so hat sich derFranzose schon frühzeitig das gute, deutsche Wort Leiningenin Linange mundgerecht gemacht, welch Letzteres auch biszur Neuzeit ab und zu gebraucht wurde; 1 ) nicht anders ist esmit der Übersetzung von „Dagsburg" m „Dabo."
Was die in der neueren Zeit unregelmässig gehandhabteSchreibweise „von" und „zu" anbelangt, so sind diese Wortenicht zufällig angenommen oder bedeutungslos; von der Theilungvon 1318 2 ) an hat sich vielmehr zur genaueren Unterscheidungdie ältere Linie (Friedrich V. L.): „Grafen zu Leiningen" ge-schrieben, die jüngere (Jofried L.) dagegen: „Grafen vonLeiningen", und richtete man sich hienaeli im jüngeren HausLeiningen genau bis in's vorige Jahrhundert; von da an hieltman nicht immer mehr fest an der wohl beabsichtigten Schreib-weise; das von weiblicher Seite von der älteren LeiningerLinie stammende Haus Leiningen-Westerburg war 1 Saeculumlänger konsequent und schrieb sich bis ins 19. Jahrhundertstets „zu"; erst da findet man — einzig und allein aus Unacht-samkeit der betreffenden Personen — manchmal „von".
Nunmehr gebrauchen alle Mitglieder der beiden HäuserLeiningen und Leiningen-Westerburg die Schreibweise „zu" 3 ).
') S I. Bd., S. 352; Tl. Bd. S. 361, 417.
-) S. I. Bd. S. 115
a ) Wenngleich es richtiger wäre, dass die von der jüngeren, Jolried'schenLinie abstammenden Leininger Fürsten und Grafen sich „von' 1 und die von derälteren, Friedrichschen Linie im Weibsstamm herrührenden Leiningen-WesterburgerGrafen sich „zu" schrieben; Hauptgrund ist der, dass die ältere Linie und derenNachfolger, die Grafen Leiningen-Westerburg, im Besitz der StammburgenAlt- und Neu-Leiningen waren (bzw. sind), weshalb sie sich im Gegensatz zu derauf anderen, neueren Burgeu sesshaft gewesenen jüngeren Linie mit Grafen zuLeiningen bezeichneten.