Druckschrift 
2 (1891)
Entstehung
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403
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3) Helmdecken: r. g.

4) Banner: r. Tuch, auf ihm ohne Schild die g. Schild-bilder.

III. Dagsburg.

1) ältester Schild: 1 (aufgericht.) Löwe innerhalb Schild-rand. So ist das Wappen auf der Grabplatte in Abtei Hessenbei Dagsburg im Elsass, welche Abtei ca. 1049 von den Eltern, nach„Kuhn, Hesse", Nancy, 1872 S. 12 von den Grosseltern desPapstes Leo IX. (1049—1054), eines Grafen v. Dagsburg, ge-stiftet wurde. Beaulieu, Comte de Dagsbg., 1858, S. 296 schreibtdie Platte dem Bruder Leos, Gf. Hugo VI. v. Dagsb. zu, dervor 1049 starb. Da Wappen erst ca. 100 Jahre späte]' auf-treten, ist dies irrig, und zeigt der Stein auch den Stil vomEnde des 12. Jahrhunderts.

Aus dem deutlichen Schildrand dieser Grabplatte undder Siegel Emichs IV. (1250) und seines Sohnes Emich (1286)geht hervor, dass cler Bord nicht zufällig, sondern ein inte-grirender Bestandtheil des Dagsburger Wappens war (Schild-verstärkung oder Schildschmuck).

Farben sind fiir's 13. Jahrhundert unbekannt; wenn Sieb-macher I. 3. Taf. 28 in der nach Emichs IV. Siegel (1260) her-gestellten Zeichnung Farben angiobt, so legte sich dies derZeichner, 0. T. v. Hefner, ohne Beleg einfach nach den erstspäter auftretenden Farben zurecht.

2) Zweiter, vermehrter Schild: Innerhalb r. Schildrandesin s. Felde I schw. Löwe, belegt mit g. Glevenrad. Bis zurJetztzeit im fürstl. und gräfl. Lein.-Billigh. und Lein.-Neud-schen Wappen.

Zum 1. Mal (in Farben) beim Wappen Landgraf Hesso's1468, im Pfälzer Lehenbuch, auf Siegeln erst bei Emich VII.,1479. Das Glevenrad liegt nicht, wie in einigen Wappenbüchern,bloss über dem Löwen, sondern (wie im Pfalz. Lehenbuch und

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