Druckschrift 
2 (1891)
Entstehung
Seite
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Manche Lein. Siegelherren der jüngeren Linie führtenneben den 3 Adlern im b. Felde noch Kreuzlein. Der in derHeraldik unbewanderte Lehmann sagt einfach'), die Theilungvon 1560 habe auch eine Wappenänderung zur Folge gehabt,indem die Hartenburger Linie das alte Wappen beibehielt, dieFalkenburger aber, „um sich von dieser zu unterscheiden" noch5 s. Kreuzlein hinzufügte; dies trifft nicht zu, auch warendie Kreuzlein meist g. und die Zahl eine wechselnde:

Geht man zur Urquelle der Siegel zurück, so finden sichschon 1320: 22 rosettenartige Kreuzlein in Friedrichs V. Siegel,entweder wirkliche Schildverstärkung oder Ausfüllung der leerenSchildstellen, Damascirung; an die sonst naheliegende Erklä-rung, die Krcuzlcin seien eine Erinnerung an's SaarbrüekerWappen, ist kaum zu denken, da Friedrich's V. 3 Vorelternkeine Kreuzlein führten. Dann kommen dieselben bei Schaf-fried 1448 vor; bei Emich VII. 1479 sind es Schindeln, aufdem Lein. Glasgemälde von 1497 im Wallraf-Riehartz-Museumzu Cöln 5blättrige g. Rosen, und auf den 3 Lein. Wappenim Fenster von 1509 des Cölner Doms 4 einzelne Punkte:Beweise für den nebensächlichen Ausfüllungszweck! Kreuz-lcin kommen noch vor: Im Siegel Dietrichs 1476, Engelharts1536, Emichs XI. 1586, im Wappen Emichs IX. im PfälzerLehenbuch 1522, auf dem Grabstein der Gräfin und ÄbtissinBarbara in Boppart 1576, und später in Siegeln der 2 FürstenKarl Friedr. Wilhelm, -— alles Personen, die nicht zur Falken-burger Linie gehörten!

Von Letzterer führten die Kreuzlein nur Job. Ludwig1604, Emich XII. 1656, und Joh. Casimir 16 . ., während sievon Anderen der gleichen Linie weggelassen wurden. EinPrincip liegt nicht vor; die im Mittelalter nebensächlichenKreuzlein hielt man in der Verfallzeit der Heraldik hie und

') Urk. Gesch. etc. S. 231 und Dürkk Thal. S. 256.