— 398 —
„Liningen blavium clipeum gerit atque coloris Albi tresaquilas in eodem ponere noris."
Siebmacher 1 ) betont, dass diese 3 Vögel „Adler", nicht„Geyer" sind, wie man manchmal annahm; als Kuriosum führter an, dass die London, illustr. News beim Tode des FürstenE. K. zu Leiningen dessen Wappen „azur three vultures argent"als — 3 sitzende Lämmergeyer zeichnete!
Der Lein. Geschichtsschreiber Luc. Karoli erklärt in seinerLeininger Chronik von 1596 nach der Sitte seiner Zeit die3 Adler mit „Ehre, Tugend und Hoheit."
Während die Züricher Wappenrolle (1280—1347) und dieManess. Handschrift (1300 — 15) die 3 Adler r. bewehrt, sinddiese in neueren Büchern nur s.; es ist empfehlenswerth, gemässder alten, guten Heraldik Krallen und Schnäbel r. zu tingiren.Die Farben S. und B. sind wahrscheinlich als Erinnerung ausdem Saarbrücker (s. Löwe in B.) in's Lein. 3 Adler-Wappenhinübergenommen. Diese Lein. Farben gingen dann nachherauch in's bischöfl. Speyrer Wappen über 5 ), indem Graf Heinrichv. Leiningen, Bischof v. Speyer (1245—72) seine Hausfarben nachoft geübter Sitte als Erinnerung in das ca. 1250 entstandeneSpeyrer Bisthumswappen aufnahm 3 ).
2) Schild, jüngere Linie: 3 (2, 1) s., r. bewehrte Adler inB, unter r. 31ätzigem Turnierkragen (ein am Rhein häufigesBeizeichen der jüngeren Linie); seit Emich VI.; heute noch imWappen der Fürsten zu Lein, und Grafen zu Lein.-Billigh. undLein.-Neudenau.
') Bd. I. 3. S. 15. Taf. 27.
,J ) Seyler, Gösch, d. Herald, im Siebmachor Lfg. 273, Bd. A. Hoft 5, S.288, und Mitth. des bist. V. d. Pf. XIII. S. 45.
3 J So auch : Worms, ursprünglich s. Schlüssel in B., da die Saarbrücken
Domvögto von Worms waren.