Mannes Godefrides Grauen Friderichez sunes von Leiningeneli'chu wirtine etc. verbinden mich, under mienes lierren undemines des swachers des vorgen. Grauen Frideriches von Lei-ningen Ingesigel wan ich nüt eygenes Ingesigels han" 1 ).
Gewiss werden sich noch andere Fälle finden; denn nichtjeder Graf oder jede Gräfin waren im Besitz eines eigenenSiegels.
B. Westerburg bezw. Leininge 11-Westerburg.
1. Männersiegel.
Das älteste Siegel, das Siegfrieds IV. Herren von Funcke],des Stifters der Unterlinie Westerburg, 1255 (IV. A. I 2 ), zeigt1 grosses breites Ivreuz, dessen 4 Winkel durch kleinerosettenartige, aus 4 einzelnen (1, 2, 1) Punkten bestehendeKreuzlein (in 1 und 2: 3, 3; in 3 und 4: 3, 2, 1) ausgefülltsind.
Eine bestimmte Anordnung ist hier weniger beabsichtigt,als vielmehr eine Ausfüllung der sonst leeren Schildfläche,somit eine Damascirung 3 ). Ob nun diese Rosettenkreuzlciribloss vom Siegelstecher als nebensächliche Verzierung oin-gravirt wurden, oder ob sie auf dem wirklichen Holzschildeaus starken, runden Nägelköpfen zur Schildverstärkung gegenfeindlichen Hieb angebracht waren, lässt sich nicht feststellen;beide Meinungen sind sphragistisch und heraldisch berechtigt;wahrscheinlich ist die Ansicht der „Schildverstärkung",der metallene Schildbeschlag 4 ). Das 1 grosse Kreuz dieses
P Mone, Zeitschr. f. d. G. d. 0. XX. S. 313, No. 50.
-) Abgebildet: Hohenlohe, spragist. Album, und Siebmachei', Bd. I. 3. II.Taf. 40.
3 ) Gleiches Bestrehen und gleiche Ausführung zeigt das oben gen. SiegelGf. Friedrichs V. von Leiningen, 1320.
4 ) Gleicher Ansicht sind: Hohenlohe, sphrag. Album und Siobmacher. Bd.I. 3. II. S. 20. Taf. 40