Druckschrift 
2 (1891)
Entstehung
Seite
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Siegels beweist selbst seinen Charakter als Schildbeschlag, daes sich über die schon gewölbte Siegelfläche erhaben gearbeiteterhebt und deutlich wie 2 kreuzweise über einander gelegteMetallspangen wirkt. Das 1 grosse Kreuz auf WesterburgerSiegeln des Mittelalters ist stets hoch erhaben und breit.

Das nächstwichtige Siegel, das Heinrichs I., 1272 (IV A. 2)hat ausser dem 1 grossen (gitterartig damascirten) Kreuzenicht mehr Rosetten- Punkt- Kreuzlein, sondern schon zu-sammenhängende, aus 2 sich senkrecht kreuzenden Strichengebildete Kreuzlein (in 1 und 2: 3, 2; in 3 und 4: 2, 1, 1);hier sind sie nicht mehr nebensächlich, sondern schon einBcstandtheil des Wappens, der sie heute noch sind.

Die Anzahl der Kreuzlein war nicht begrenzt; man rich-tete sich eben nach der Grösse des Schildes und Siegels Inden oberen 2 Winkeln sind bald 3, bald 4, bis von Reinhart I.von c. 1344 an die Zahl 5 (2, 1, 2) Regel wurde und blieb.In den unteren 2 Winkeln wechselt die Zahl zwischen 3, 4und ö (2 2, 1 und 2, 1, 2), und hing dies von der Schildformab; bei Dreiecksschilden meist 3, bei Tartschen und halbrundenSchilden 4 (2, 1, 1) und 5 (2, 1, 2). Die Regel — wenn tech-nisch ausführbar — war jedenfalls von 1344 an: 1 Kreuz, be-winkelt von je 5 (2, 1, 2) Kreuzlein.

Die Vornahme absichtlicher Wappenänderungen er-wähnt Knoch in seiner Hauschronik (I. S. 7), 1762, worin esheisst: „Jede Linie suchte sich nach geschehener Landestheilungeines besonderen Wappens zu bedienen oder formirten nureine geringe Änderung darinnen, wovon die Siegel der in anno1310 gelebter dreyen Westerburgschon Gebrüder ein Zeugnissablegen; indem der Secundogenitus einen Turnierlatz undder Jüngste 1 Stern in das Wappen eingesetzet. 1 '

Von Letzterem, Abt Wiilicho, fand sich noch kein solchesStern-Wappen; dagegen enthält das Siegel Johanns, 1322, (IV.A. 2.) über den Kreuzen am oberen Schildrand wirklich einen