Druckschrift 
2 (1891)
Entstehung
Seite
388
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Interessanter ist das Siegel des vorn Mainzer Domkapitel1396 zum Erzbischof von Mainz erwählten, vom Papst Boni-faz IX. in Folge nassauscher Intriguen aber nicht bestätigtenMainzer Dompropsts Joffiied (Sohn Emichs V.), 1396 (IV. A. 2).Bis zur päpstlichen Entscheidung nahm Joffried 1396—97 denMainzer erzbischöflichen Stuhl ein, und führte er in diesem1 Jahre ein besonderes Siegel, auf dem 2 Schilde nebeneinanderstehen, rechts das Mainzer Rad, links die 3 Leininger Adlerunter Turnierkragen; die Legende bezeichnet ihn nur als„electus."

4. Amtssiegel.

Im 18. Jahrhundert: Voller Schild unter 3 Helmen oder5blättriger Grafenkrone; die fürstlichen des 19. Jahrhundertsmeist nur: 3-Adlerschild unter Fürstenkrone. Die Legendenbezeichnen den Zweck, z. B.: „Hochgräfl. Leiningen-Dyrchheim.Fautliey-Insigel" u. s. w.

5. Siegelcarenz.

Nach Mone 1 ) hatte Friedrich IV. 1284 noch kein eigenesSiegel; dies bestätigt eine Urkunde Friedrichs III. vom 13. 1.1285, worin es heisst: „In testimonium premissorum litterispresentibus sigillum nostrum') est appensum; nos Fridericus 3 Jcomes junior de Liningen quam primum sigillum propriumhabuerimus his litteris apponi faciemus" 4 ).

In einer Urkunde desselben Grafen Friedrich IV. vom29. 9. 1305 heisst es: „Ich Agnese von Ochsenstein des edlen

') Mone Zeitschr. f. Gesch. d. Oberrh. XX. S. 65, III. B.; s. auch Freyund Kemling, Urb. Buch. v. Otterberg, S. 180.

-) Gf. Friedrichs III.

;V ) Der nachmalige Gf. Friedrich IV.

4 ) Bauer, hess. Urk. 1862, II. S. 373, No 389, u. Copialbuch des Dom-stii'ts zu Worms.