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2. Frauensiegel.
Dieselben gewähren namentlich im Mittelalter stets einenbesonderen Reiz, und finden sich auch unter den LeiningerFrauensiegeln mannigfaltige und fast alle möglichen Dar-stellungsweisen.
Beim ältesten bekannten, dem Portraitsiegel der GräfinLucardis v. Saarbrücken, geb. Leiningen, 1218 (III. A. 2. a),hält die Gräfin, in ganzer Figur, 1 Blume in der Rechten 1 ). DieGfin. Agnes, geb. Eberstein, 1251 (III. A. 3) sitzt in breiterWittwenhaube seitwärts zu Pferde, in der Rechten einen Fächer;im Hintergrund ist eine Linde, von der sich 1 Rose abzweigt:eine reizende und poetische Anspielung auf die Eber-steinische Rose am Leininger Lindenbaume. Auf demSiegel der Gfin. Sophie, geb. Freiburg-Urach, 1324 (III. B. 2. a)hält die Gräfin unter gothischem Baldachin rechts den Leininger,links den Freiburger 2 ) Schild; ebenso Gfin. Agnes, geb. Zwei-brücken-Bitsch, 1454 (III. B. 2. a.) rechts den Leininger, linksden Zweibrücker; auch Meclitildis, geb. Salm, 1340 (III. B. 2. a.)hält 2 Schilde, hier aber den Stammschild rechts, den Mannes-schild links.
Sophie, geb. Kyrburg, 1335, und Jutta, geb. Limburg,1335, führten nur ihren Stammschild im Siegel 3 ). Die Siegel(IV. A. 2.) der Gfin. Margarethe, geb. Baden, 1366, Clara, geb.Vinstingen, 1386, und Agnes, geb. Epstein, 1528, zeigen imSiegelfelde 2 Schilde nebeneinander, die ersten 2 den Mannes-schild rechts, den Stammschild links, das letztere Siegel um-gekehrt.
') Kremer, Orig. Nass. 1779, II. S. 274, No 145, und I. S. 391, Anm. 5.Abgebildet Kremer, Gesch. des ardenn. Geschl., 1785, S. 629.
s ) 1 Adler innerhalb Foebordur.
3 ) Fahne, Gesch. Salm-Beiffersch. I. Bd.; II. S. 48.