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1853 bekam er eine schwierige"Sendung nach Constan-tinopel zur Beilegung der Differenzen mit der Pforte; Öster-reich forderte bessere Behandlung der bosnischen Christen,Maassnahmen gegen die ungarischen Flüchtlinge, Benützungalbanesischer Häfen etc. 30. Januar 1853 war der Graf ab-gereist, und schon 14. Februar erfolgte die Annahme sämmt-licher Forderungen durch die Türkei; nach 1853 wurde ChristianAdlatus des Erzherzogs-Gouverneurs von Ungarn, wo er dieheikle Stellung eines Gouverneur-Stellvertreters zur Zufrieden-heit des Kaisers ausfüllte. 1855 wurde er Kommandant desII. Inf.-Corps zu Krakau, wo er bald „die Liebe und Achtungder Bewohner in seltener Weise" errang 1 ). Ei' war seit 1843k. k. Kämmerer und Geheimer Rath, ausserdem Ehrenbürgervon Ofen, Pest und Temesvar; ferner Ritter der eisernen KroneI. Cl. und des Verdienstkreuzes, Commandern' des Stefans- undLeopolds-Ordens; Preussen, Hessen, Russland und Belgienzeichneten ihn ebenfalls durch Dekorationen aus.
Zu erwähnen ist, dass Christian die Gebäude der Wester-burg restaurirte und die Thürme mit den 9 Fuss dickenMauern in einer Höhe von 70 Fuss wieder aufführte.
Von ihm existirt eine Lithografie von Kaiser (Wien,Neumann) und eine ebensolche von C. Herberth (Wien, Reifen-stein und Rösch) mit der Unterschrift: „Christian Graf vonNeu-Leiningen-Westerburg, k. k. wirkl. Geh. Rath, Feldmarschal-lieutenant, Regimentsinhaber, Commandant des II. Armee-Corpsin Krakau, Herr der Grafschaft Westerburg und Schadeck imHerzogthum Nassau."
') Sieho: Wurzbaeh, Biogr. Lex. Österreichs 1865, XIV". S. 330; IllustrirtcZeitung 1853, S. 211 und 212 (mit Portrait); llilit. Zeitung, "Wien 1856, No, 84,S. 674 (Nekrolog); Hirtenfeld, österr. mil. Kalender, "Wien 1858, S. 226; Didas-calia, Frankfurt 1856, No. 253; Grazer Telegraph, 1856, No. 260.