Druckschrift 
2 (1891)
Entstehung
Seite
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Hermann zusammen die Zunftgesetze der dortigen Krämer 1 ),und 2. Juli 1732 diejenigen der dortigen Schneiderinnung. Zuden Regalien der Grafschaft gehörte das für Eingaben, Gesuche,Contrakte pp. vorgeschriebene Stempelpapier, dessen Ausgabefür die Grafschaft Leiningen Margarethe 18. Juni 1731 anHeinr. Lemp verpachtete. Eine noch ungetilgte Forderungdes Hauses Hohenlohe von 40000 fl. bezahlte sie laut QuittungMärz 1732.

Als Gräfin Charlotte Wilhelmine zu Leiningen-Wester-burg-Alt-Leiningen,. geb. Gräfin zu Pappenheim (Georg-Hermanns Gattin) 27. Dec. 1732 an die Orte Albsheim, Obrig-heim und Mertesheim 3 ) den Befehl erliess, dass die Rentennur an ihren Schatzmeister zu liefern seien, fanden 3. Juniund 17. Juli 1733 zwischen den 2 Gräfinnen Verhandlungenstatt, die damit endeten, dass, als am 22. Januar 1734 derContrakt rechtsgültig abgeschlossen war, Gräfin Margarethedie in diesem Vertrag für die Cession obiger Orte bedungenen24500 fl. zahlte, worüber sie 24. Febr. 1734 Quittung erhielt.Mit ihrem ältesten Sohne Karl I, dem die Vormundschaftwohl zu lange währte, kam sie in Zwiespalt; sie errichtetedaher mit ihm 15. März 1737 eine vorläufige „Punktation",der dann 2. März 1738 ein Präliminarvergleich wegen Ab-tretung der Regierung, sowie der Gräfin Einwilligung in dasGesuch Karl's I. um die Venia aetatis 3. März 1738 folgte.Letztere wurde vom Kaiser 9. Dec. 1739 ertheilt, worauf dieHuldigung für den Grafen 18. Febr. 1740 erfolgte. Nachdem8. Apr. 1740 da.s Projekt eines Vergleichs zwischen der Gräfinund ihrem Sohne aufgesetzt war, schenkte sie ihm wohl zurWiederherstellung guten Einvernehmens 7. Febr. 174.1 die

') Abgedruckt und besprochen durch Graf K. E. z. Leiningen-Westerburgin den Mitth. des hist. V. d. Pfalz, XIII. S. 1—26.

2 ) die ihr wohl verschrieben waren.