Druckschrift 
2 (1891)
Entstehung
Seite
315
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1 ) Regesten im Arohiv des Grf. K. E.

5. Mai 1726 nahm sie als Yormünderin die Huldigung derHerrschaft Westerburg entgegen und zwang durch energischenBefehl vom 11. Mai 1726 die noch widerspänstige Stadt Grün-stadt ebenfalls zur Huldigung.

Aus der Zeit ihrer Regierung sind zunächst erwähnens-werth: Die Voilmachtertheilung für Rath Medicus v. 6. Maiund 16. Oct. 1734 zum Vergleich mit dem Abt von Longueville,welchen Vertrag sie 18. Juli 1735 genehmigte; dann die Ver-wahrung der Rechte ihrer minorennen Kinder bei der Huldi-gung, die Georg Hermann in Verfolg eines Vergleichs v.22. Januar 1734 in einem Drittel von Westerburg einnahm;vom 19. Juli 1737 datirt der Successionsvergleich zwischenAlt- und Neu-Leiningen wegen der Verlassenschaft des GrafenJoh. Friedr. Wilhelm, und vom 29. Juli 1737 der Vergleichmit dessen Wittwe. Den Inhalt all dieser unwichtigen Verträgeanzugeben, würde zu weit führen, zumal sie in den Gang derEreignisse nicht eingreifen.

Wegen der Schule zu Grünstadt kam sie mit ihremMitregenten Georg Hermann in Differenzen, die jedoch 31. Decbr.1729 ausgeglichen wurden; mit demselben Grafen traf sie5. März 1732 einen die Bestellung eines Oberschultheissen inGrünstadt betreffenden Vergleich 1 ). Für Grünstadt, das durchdie in seinen Mauern befindlichen 2 Hofhaltungen nebst Kanz-leien dei 1 Alt- und Neu-Leininger Linien und deren zahlreicheBeamten von den Leiden der schrecklichen Franzosenzeit sichsehr erholte und emporblühte, sorgte Gräfin Margarethe durchvortheilhafte Erlasse, und erstarkte unter ihrer Hand dasInnungswesen sowie Handel und Wandel; 4. Juni 1728 be-stätigte und erneuerte sie die Satzungen der GriinstadterSteinhauer-, Maurer- und Tüncherzunft, 2. Apr. 1731 mit Georg