Druckschrift 
2 (1891)
Entstehung
Seite
290
Einzelbild herunterladen
 

290

seines Hauses und überhaupt kein Standesbcwusstsein 2 bewahrtzu haben scheint, das über 500 Jahre im Hause geweseneSchadeck nebst Garten und 2 Wäldchen für 7000 fl. und dazugehörige 288 Morgen Äcker und Wiesen für 28000 fl. an 24Bürger von Schadeck; nur das Patronat über die Besetzungder Schadecker Pfarrei verblieb beim gräflichen Hause, welchesRecht heute noch vom derzeitigen Grafen der Alt-LeiningerLinie ausgeübt wird.

Am 17. März 1820 wurde er zum erblichen Mitglied der

1. Kammer des Grossherzogthums Hessen ernannt und aufGrund des Artikels 14 der Bundesakte vom Grosslierzog-thum Hessen bei der deutschen Bundesversammlung alsdeutscher Standesherr angemeldet und als solcher durch denBundesbeschluss vom 13. Febr. 1829 anerkannt. Weitere wich-tige Ereignisse bezw. Handlungen Friedrichs sind unter seiner

2. Frau Eleonore (No. 609) angeführt.

Graf Friedrich I. verstarb zu Ilbenstadt am 9. Aug. 1839.Er war zweimal vermählt:

608 I. mit Charlotte Bernhardine Wilhelmine Christine,Tochter des Friedrich von Zech zu Rautenberg, geb. 1. Juli1777, vermählt 24. Sept. 1792; geschieden 1798 (wieder ver-mählt 1799 mit einem- Herrn von Löwenclau).

609 II. mit Eleonore Maria, Tochter des Assenheimer BürgersJoh. Heinr. Breitwieser und seiner Ehefrau, geboren zu Assen-heim 2. Januar 1781. Mit ihr lebte Friedrich zuerst in Ge-wissensehe? - der die ersten 4 Kinder entsprossen. Die kirch-liche Trauung fand 7. Febr. 1813 9 statt, wobei diese 4 Kinderlegitimirt wurden.

D. d. Wien 21. Oct. 1814 ertheilten Graf August undChristian von der Neu-Leininger Linie dem Grafen Friedrich

') Nicht, wie der Gothaer Kalender, wohl selbst irregeleitet,5. April1804" sagt.