Druckschrift 
2 (1891)
Entstehung
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Friedrich I. Ludwig Christian,

Graf zu Leiningen-Westerburg-Alt-Leiningen 1 ).

Geboren 2. Novemb. 1761; er trat als Fähnrich im zwei-brückischen Kreis-Regiment ein, woselbst er es bis zum Majorbrachte. Bevor er sich der militärischen Laufbahn widmete,scheint er öfters beim benachbarten Fürsten Karl FriedrichWilhelm zu Leiningen verkehrt zu haben, denn er spielte mitseinem Bruder Christian Karl auf dem am 14. Aug. 1781 zuEhren des Fürsten veranstalteten Liebhabertheater im Jägerthalbei Harten bürg mit 2 ]. Von 1793 an, kurz vor seiner Gefangen-nahme, erscheint er in genealogischen Handbüchern etc. alsregierender Herr zu Schadeck," das ihm zum Unterhalt ange-wiesen war.

Seine Schicksale in Grünstadt während der Franzosenzeitsind bereits unter seinem Bruder und Vorgänger Graf ChristianKarl beschrieben; nur kurz sei deshalb erwähnt, dass er am27. Febr. 1793 von den Franzosen gefangen genommen undnach Paris verbracht wurde. Er blieb bis 1796 gefangen undkehrte, mit seinem Vetter Karl (Gust. Wald.) und der Fürstinvon Nassau-Saarbrücken gegen den französischen DeputirtenBeurnonville ausgewechselt, am 20. Febr. 1796 nach Grünstadtzurück, von wo er, da Alles ausgeplündert war, nach Schadeckweiter floh. Nach dem Tode seines Bruders, der kinderlosstarb, succedirte er in Ilbenstadt, sowie in der Hälfte vonWesterburg.

1817 verkaufte Friedrich 1., der in der Revolutionszeit undden fortwährenden Kriegen sich nicht viel Sinn für den Glanz

') Da das alte römische Reich zu Grabe gegangen war, bedienten sich dieGrafen von nun an nicht mehr des schönen alten Titels:Des heil, römischenReichs Semperfrei."

2 ] Siehe Band I. S. 310.

Brinckmeier, Leiniugon. 19

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