französische Kommissär Rougemaitre: „Alles gehört uns, derRepublik; wir wollen Euch nichts lassen, als die Augen, damitIhr "Euer Elend beweinen könnt." Kirchheim a. Eck erhieltam 6. Januar 1794 den Auftrag: 20 Ztr. Heu, 100 M. Hafer,20 Stück Ochsen pp., am 18. Januar: 100 Stück Vieh, 100 M.Spelz, 40 M. Gerste und 30 M. Korn, sowie 1000 fl. zu liefernu. s. w. 1 ); die Schreiben dieser Raubgesellen begannen mitden Worten: „Freiheit, Gleichheit, Frankenrepublik. WirAgent des allgemeinen Wohlfahrtsausschusses des National-konvents, mit Ausleerung der Pfalz beauftragt u. s. w." (!)Im Mai 1794 rückten die Preussen wieder vor und bildeteneine Ivette längs der Eis bis ans Gebirge über Ebertsheim,Tiefenthal, Hettenleidelheim; von Grünstadt bis Herxheim a. Bergwaren alle Vorberge und die Engpässe bei Neu- und Alt-Leiningen mit Geschützen wohl bestellt; von da gingen dieVorposten bis Kaiserslautern.
Und so zogen von 1793—1795 preussische, hessische,sächsische, österreichische Truppen abwechselnd mit Franzosenimmer hin und her in diesen schon so ausgesogenen Gegenden.Erwähnenswerth ist; dass Fe] dm arschall Fürst Blücher in dieserZeit als Oberst wiederholt hier focht; im Mai 1794 hatte erden Auftrag, „aus den Leininger Thälern her die Strasse vonKaiserslautern zu gewinnen und die etwaige feindliche Unter-stützung aus dem Neustadter Thal zu verstellen" 2 }; bei derStellung der Preussen an der Pfrimm am 15. Mai 1794 kom-mandirte er die Vorhut in Grünstadt; beim Gefecht am17. Sept. 1794 zwischen Wattenheim und Leistadt zeichnetesich Blücher so aus, dass er dafür zum Generalmajor ernanntwurde.
!) Näheres ia Hammels Tagebuch.
-) Geschichte der Kriege in Europa III. S. 293.