Druckschrift 
2 (1891)
Entstehung
Seite
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sie,Ii sogleich mit ihren Beamten und machten den KommissärenGegenvorstellungen; die Grafen erklärten: „Die GrafschaftLeiningen-Westerburg könne keineswegs als erobertes Gebietangesehen werden, da deren Besitzer nicht den geringstenSchein einer Feindseligkeit gegen die Neufranken kund gaben,vielmehr strengste Neutralität bisher beobachteten. FranzösischeEmigranten hätten sie nie aufgenommen und geduldet, dagegendie durchziehenden französischen Truppen unentgeldlich ver-pflegt, Frohnfuhren gestellt und hohe Fourageansätzc meistohne Bezahlung herbeigeschafft. Die kaiserlichen Abmahn-schreiben vom 19. Dec. 1792 verböten ohnedies das gestellteAnsinnen unter Androhung strenger Strafen. Es streite endlichgegen alles Natur- und Völkerrecht, wider alle göttlichen undmenschlichen Gesetze, die Gpafen und ihre Diener, sie mögennun schwören oder nicht schwören, ihrer rechtmässigenEhren, Würden und Besitzungen gewaltsam zu berauben undsie ohne Rücksicht auf Alter und Verdienste, Treue und Red-lichkeit sammt Frauen und Kindern brodlos zu machen undin's Elend zu stürzen."

Die Vorstellungen waren aber fruchtlos; Forster schoball diese traurigen Folgen „den Tyrannen und Despoten, demKaiser von Österreich'"und dem König von Preussen" in dieSchuhe. Die Grafen erhoben nun feierliche Einsprache gegendas Vorgehen der Kommissäre und erbaten eine Frist, umeinen eigenen Kurier an den Nationalkonvent nach Paris zusenden; die schriftliche Vorstellung wurde am 24. Febr. 1793den Kommissären zur Beförderung nach Paris übergeben; diesesandten sie aber nach Mainz an die VollziehungskommissäreSimon und Gregoire mit dem Versprechen, das Weitere ab-warten zu wollen. Diesem zuwider liessen sie am gleichenTage noch 150 Mann in Grünstadt einrücken, welche die beidenSchlösser, den unteren und oberen Hof, besetzten und die gräf-lichen Contingentssoldaten entwaffneten und arretirten. Die