Druckschrift 
2 (1891)
Entstehung
Seite
278
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Unterhaltung' des Reiehskammergerichts, matrieula sustentati-onum cameralium usualis, 1 ) nach der Specification des Pfennig-meisters vom 31. Dec. 1774, „Leiningen-Grünstadt nebst Wester-burg und Schadeck zu .jedem neuerhöhten Ziel" mit 50 Rthlr.44 kr. (Alt-Leiningen 23 Rthlr. 49 kr., Neu-Leiningen 26 Rthlr.95 kr.) herangezogen gewesen.

Nun zum Gang der Ereignisse zurück.

Nachdem die französischen Truppen in's deutsche Gebieteingefallen waren, fanden die republikanischen Ideen auchin Grünstadt Eingang und Förderung, namentlich durchden Alt-Leiningenschen Schreiber Mossdorf, durch dessenSchwager, den Advokat Parcus, einem „berüchtigten Erzböse-wicht", und durch deren Schwiegervater, den Kronenwirth Ja-eobi, welche das Volk aufhetzten und sich mit den MainzerClubisten in Verbindung setzten 2 ).

Am 21. Februar 1793 kamen die französischen Wahl-kommissäre Forster und Blessmann von Mainz nach Grünstadt,am 22. 60 Mann französische Infanterie und Cavallerie.

Christian Karl befand sich in dieser ZeiVnieht in Grün-stadt, dagegen waren anwesend: Sein Bruder Friedr. Ludw.Christian, sowie von der Neu-Leininger Linie Karl II. unddessen Sohn Ferdinand Karl III. Die genannten Kommissäreliessen nun am 23. Februar 1793 diese 3 Grafen, sowie derensämmtliche Beamten aulfordern, den in einer angefügten Be-kanntmachung des Generals Custine vom 16. Febr. vorge-schriebenen Eid spätestens Abends 8 Uhr schriftlich einzuliefernoder zu gewärtigen, dass sie sofort über die Grenze gebrachtund ihr Besitz beschlagnahmt würde. Die Grafen versammelten

') Ebenda 1792.

-) Die nachfolg. Schilderung: Zum Theil aus Reinting, die Rheinpfalz von1792 1 r98 (Speyer 1867), I. S. 266 fi. und: Müller Hammels Tagebuch inKirchheim a. Eck (Abschrift eines Theils im Archiv des Grafen K. E. zu Lein.,W esterburgj.