Druckschrift 
2 (1891)
Entstehung
Seite
260
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,,Auf eigne Kost und Müh' der lutherischen GemeinErbaute man die Kirch, schafft dies Paar Glocken drein,Altleiningen ist es, so dies unternommen,

In -welches Dorf ehiiials nie kein Kirch kommen.

Goss mich Heinrich Ludwig Gossmann in Landau 1718 1 ).Über der Hauptthüre ist das Vollwappen des Grafen, rechtsdavon das Alf-Leininger Ortswappen (ein Westerburger Kreuz,bewinkelt von je einem Leininger Adler), im Inneren an derlinken Emporbühne nochmals das Wappen sowie der ver-schlungene Namenszug des Grafen angebracht.

Es findet sich noch nachstehende Nachricht 2 ): „AussGottes gnädigem Segen ist, solange die Maurer gearbeitet, keinRegen gefallen, sondern das Wetter hat die Arbeit mit fortzu-fahren helfen. Gott sey Dank vor seinen gnädigen Beistandu. wolle ferner seinen Seegen verleihen, dass sein heil. Wortlauter u. rein Drein gelehret, sein Lob vermehret u. alle Seelenerbauet werden mögen. Obiges Alles, das der Wahrheit ge-määss bezeugen mit meiner Handvnderschrifft Christoff Chri-stian G. z. Leiningen-W." Der erste Kirchgang erfolgte, nach-dem die Kirche am 11. November (Martini) 1717 vollendetwar, am 4. März 1718.

Am 8. Juli 1716 wurden auch von Christof Christiandem Gericht zu Alt-Leiningen ein grosses und ein mittleresGerichtssiegel verliehen 3 ), von denen das grosse 4 ) sich im Be-sitz des Grafen Karl Emich zu Leiningen-Westerburg befindet.

Während Christof Christians Regierung wurde am 31. Oc-tober 1717 zu Grünstadt das zweite evangelische Reformations-

r) Die grössere wuide 1886 umgegossen.

2 ) Im genannten Alt-Leininger Geriehtsbuch.

3 ) Eintragung ebenda.

4 ) Die Umschrift um das Alt-Leininger Ortswappen unter der Grafenkronelautet: „Alt-Leininger Gros Geriohtsinsiegel 1716."