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Jubelfest begangen; Christof Christian ordnete die Feier an 1 )und iiess eine Woche vorher durch sein Consistorium 2 Texteausschreiben 2 ), über die an allen Orten der Grafschaft Vor-und Nachmittags gepredigt werden musste.
1720 ertlieilten Graf Christof Christian und Georg II. demPfarrer M. J. L. Wenzel (1692 - 1726) den Auftrag, die LeiningerKirchenordnung vom 1. Dec. 1565, die 1628 zum letzten Malin Speyer gedrückt war, ebenso wieder nachdrucken zu lassen;es wurden nur noch Ergänzungen aus der Nassauer Kirchen-ordnung von 1618 hinzugefügt 3 ).
Graf Christof Christian scheint als alter Soldat'tvon sorg-samer Haushaltung nicht viel verstanden zu haben und fügteer den schon vorhandenen Schulden zur Befriedigung vielfacherForderungen (z. B. Hohenlohescher und Hessen-Homburgischer)noch neue hinzu.
All der Widerwärtigkeiten seiner Regierung müde, über-gab er endlich 1720 bezw. 1721 die Regierung seinem vor-trefflichen Sohne Georg Hermann 4 ), zog sich nach Alt-Lei-ningen zurück, wo er sich ein kleines Haus baute, vergnügtesich,, etwas schwachsinnig ge wo rden, ab und zu daselbst mitSchatzgraben auf der Schlossruine und starb in Alt-Leiningenam 17. Mai 1728.
Graf Christof Christian war vermählt mit Julie Elisa- 584beth, der Tochter des Grafen Jobst Hermann zur Lippe-
') Siehe: E. S. Cypriani Hilaria evangelica oder tlieol. hist. Bericht vomanderen evang. Jubelfest, Gotha, Weidmann 1719, darin die Wiedergabe derLutherfeier 1717 in den Grafschaften Leiniugen-Westorburg und Hartenburg.
2 ) Joh. XII. 35, 36 und Jerem. 23, 25—30.
3 ) Pfarrbuch von Grünstadt, von Dekan Guth.
4 ) Christ. Christ, forderte zwar, von einigen Geistlichen aufgestachelt, die.Regierung von seinem Sohne zurück, weil den Reformis ten in Grünstadt die freieReligionsausübung zugesagt worden war, allein ohne Erfolg. Knoch's ChronikI. S. 175.
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