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Da die Schlösser Alt- und Neu-Leiningen 1690 durch dieFranzosen zerstört waren, und der Bischof von Worms seineHälfte von Neu-Leiningen nicht herausgeben wollte, so zogenbeide Grafen nach Grünstadt, wovon jedem die Hälfte gehörte.
Zu erwähnen sind noch der Vergleich zwischen ChristofChristian und Georg II., die Wiedereinlösung der verkauftenLeininger Güter betreffend, vom 9. Oct. 1706, der Vertrag überdie Theilung der Schadecker Schlossmobilien zwischen Beidenvom 19. Juli 1713, sowie die Besitzergreifung der durch denTod Heinrich Friedr. Emsts bezw. Joh. Friedr. Wilhelms, anBeide heimgefallenen Orte (Albsheim, Obrigheim, Mertesheimu. A.) vom 30. Juni 1721.
Am 15. Dec. 1705 erliess Christof Christian und Georg II. zu-sammen aufs Neue die 1686 von Ludwig Eherhart genehmigteZunftordnung für die Grünstädter Schuhmacherzunft 1 ).
Auf Veranlassung und mit Unterstützung Graf ChristofChristians wurde 8. Juli 1716 der Anfang zum Bau der Alt-Leininger Kirche gemacht 2 ); den ersten Eckstein legte derGraf selbst und war hiebei noch sein Sohn Graf Simon Christophund Graf Georg Hermanns erste Gemahlin Auguste Wilhelminezugegen. Pfarrer Joh. Wendt hielt bei dieser Grundsteinlegungdie Festpredigt; in den Eckstein wurde eine Bibel, derlutherische Katechismus nebst der Bestimmung, dass der Kirchen-bau „alleinig die Lutherischen und nichts die röm. Katholischenangehet" 3 ) eingelegt und vermauert. Der Bau wurde in einemJahre vollendet und 2 Glocken und ein neues Uhrwerk ein-gefügt; auf den Glocken stand:
') Heute noch im Besitze der „Schuhmaclierleichenkassa" zu Grünstadt.*) Laut Eintragung im Alt-Leiniuger Gerichtsbuch (begonnen 1592), dassich im Archiv des Grafen Karl Emich zu Leiningen-Westerburg befindet.
3 ) Eigenhändige Eintragung Christof Christians in ebengenanntes Goriehts-
buch.
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