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Westerburger Schlosse einen grösseren Schatz vergraben. Ineinem besonderen Vertrage wurde Reinharts Tochter, der Gräfinvon Wied ausdrücklich vorbehalten, diesen Schatz ein ganzesJahr lang suchen zu dürfen, weil Reinhart in seinem kindischenZustand den Platz der Vergrabung nicht mehr angeben konnte.Bis Mitte des 18. Jahrhunderts suchte man wiederholt, abervergeblich nach diesem Schatz; nicht ausgeschlossen ist, dassihn Reinharts Kammerdiener beteits gehoben hat; dieser wurdezwar von der Gräfin von Wied gefangen gesetzt, entfloh aber1655, als er auf die Folter gebracht werden sollte. Reinhartliess auch Münzen (Albus und. Schüsselpfennige) schlagen undbefinden sich hiervon mehrere im Leininger Münzkabinet desGrafen Karl Emich zu Leiningen-Westerburg 1 ).
Graf Roinhart III. starb nach einem höchst bedauerns-werthen Leben, 81 Jahre alt, zu Westerburg am 14. Oct. 1655,wurde aber erst im März 1656 beigesetzt; sein Siegel wurdeihm mit in den Sarg gegeben.
Vermählt war Reinhart III., wie schon erwähnt, mit Anna, 528der Tochter des Grafen Ernst I. zu Solms-Licli und der GräfinMargaretha zu Solms-Braunfels; geboren 2. November 1575;vermählt 1. Januar 1615; die Witthumsverschreibung ist datirtvon Alt-Leiningen, 28. October 1614 und von Graf Ludwigunterschrieben. Sie war, wie schon angedeutet, eine vortrefflicheDame, die, solange sie lebte, einen sehr günstigen Einflussauf ihren Gemahl ausübte; leider aber starb sie schon 1634.
Aus der Ehe Reinharts III. mit Anna entsprossen 3Kinder:
1. Marie Juliane, geb. 29. August 1616 11 ). Sie war 529zweimal vermählt:
1) Siehe Näheres über R's Münzen in: Joseph, Münzen des Hauses Lei-ningen, Wien. num. Zeitschr. 1884, XVI. S. 69.
2 ) Obwohl in Graf Cuno's Salbuch bzw. Gräfin Ottiliens Verzeichniss bei ^den Taufen aus dem 16. und 17. Jahrhundert die Gevatter stets angegeben sind, so