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Reinharts Heirath war von den besten Folgen begleitet,solange seine Gattin lebte, da dieselbe auf Reinhart trefflicheinwirkte und unter Christofs Beirath die Hand mit in derRegierung hatte. Als sie aber 1634 starb, verfiel Reinhart, sichselbst wieder überlassen, in das alte Leben; sein einziger SohnMoritz Ernst starb plötzlich .1635, Christof im gleichen Jahreund sein Schwiegersohn Philipp Ludwig 1637, so dass Nie.nandda war, der Reinhart hätte im Zaume halten können.
Als 1629 Weltersburg, Wilmenrod und Gemünden aufBetreiben Kurtriers wieder katholisch wurden, protost-irte Rein-hart zwar dagegen, doch setzte er durch die > deskurtrierschen Kaplans Brower schliesslich diesen selbst zumPropst und einen Canonicus Malburg von Limburg zum Pastordes Stifts Gemünden ein; die Folge war, dass den evangelischenGeistlichen in Westerburg der Unterhalt aus dem Stifte ent-zogen wurde, ja Reinhart sollte sogar das von ihm vom Stiftfrüher Veräusserte diesem wieder aus eigenen Mitteln ersetzen.Als Malburg 1632 aus Furcht vor den Schweden das Stiftverliess, wurde es wieder mit einem evangelischen Geistlichenbesetzt.
1637 verkaufte Reinhart das Dorf Seck an Graf JohannLudwig von Nassau-Hadamar um 12000 fl.; da dies ohneagnatischen Consens geschah, legte sein Neffe Graf Georg-Wilhelm später dagegen Protest ein, jedoch vergeblich; nach-dem der Nassauer einige auf Seck u. s. w. haftende Schuldenbezahlt hatte, bekam Reinhart schliesslich nicht ganz 1000 fl.heraus.
Am 13. Aug. 1640 bestätigte endlich auf Ansuchen GrafGeorg Wilhelms Kaiser Ferdinand III. die Leiningen-Wester-burger Hausverträge von Königstein 1. Febr. 1567, Friedberg16. Sept. 1598, Schaumburg 28. Sept. 1612 u. 13. Juli 1614 1 ).
') Hausarchiv zu Westeiburg, Paso. 1. 1; Oberbronner Akten, Speyer, E.4290, 14, vidimirt 6. avril 1716.
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