Druckschrift 
2 (1891)
Entstehung
Seite
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„heute hei den Evangelischen und morgen bei den Katholischenzu communiciren pflege" 1 ),, was allein Schlüsse auf seinenGeisteszustand zulässt.

Endlich kam durch Verwendung des Vetters Graf Lud-wig und des Georg Schenk zu Limburg am 13. Juli 1614 der„Schaumburger Vertrag" 2 ) zu Stande, demzufolge die un-würdigen Beamten abgedankt, die vertriebenen wieder ange-stellt, vom Besitz nichts veräussert und der evangelische Glaubenicht gestört werden solle; der Friedberger Vertrag von 1598solle fortbestehen und sämmtliche peinlichen Rechtsfälle demGrafen Christof vorgelegt werden, Letzteres, da Reinhart ein„übles Gehör" habe; dieser solle alles Misstrauen gegen Christoffahren lassen, sowie das Cölner Testament kassiren; auchwurde folgende Bestimmung getroffen: „Auf dass auch derlöbliche uralte Stamm Westerburg in seinem Aufnehmen, Ehreund Reputation desto mehr verbleibe; so haben wir GrafLudewig, Reinliart und Christoph uns freundlieh dahin ver-glichen, für uns, unsre Stammserben und Nachkommen, dasskeiner sich mit geringeren Standespersonen vermählen soll, beiVerliehrung aller seiner Erbschaft Land u. Leute." Da aberReinhart sein Testament nicht aufheben zu können glaubte,ausser vielleicht durch eine Heirath, so gab er endlich denGeistlichenstand auf und vermählte sich am 1. Januar 1615mi t Gräfin Anna zu Solms-Lich.

Am 24. Aug. 1615 wurde zwischen Reinhart, Christof undLudwig zu Schadeck ein Vertrag wegen der Zollgefälle amRhein abgeschlossen 3 ).

') Knoch's Chronik I. 139. 6).

") Hausarchiv zu "Westerburg, Fase. I. 1 o; auch Obcrbrormer Akten, SpeyerE. 4288.

3 ) Oberbronner Akten, Speyer, E. 4288. 10).