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Vnd siebenzig zwey offenbar.
Tratt liernach nevnzig acht behendMit grossem lob ins regiment.
Mehrt Westerbvrg, erhielt schvtzKirchen vnd schvlen, svcht ihien nvtz.
Als zv den vierzig jähren kamSein alter, ihn Gott hinweg nam.
Vnd wie sein leben vervrsacht frevd,
So bracht sein abschied grosses leyd."
Mit Graf Philipp Jacob erlosch seine Linie wieder undder Besitz ging an die Linien Schaumburg und Schadeck über.
IL Die Leiningen-Scliaumbiirger Speciallinie.
Reinliart III. 527
Graf zu Leiningen-Westerburg, des heil. röm. Reiehs Semperfrei.
Zweiter Sohn Graf Georgs I.; geb. 24. Oct. 1574, wurdeer bei den Jesuiten in Pont ä Mousson erzogen; sein HofmeisterMesseler klagte nicht wenig, dass er „bei den Jessuiten nichtdie geringste Erkenntnuss von Gott und seinem Wort" erlernthätte 1 ); später studirte Reinhart in Ingolstadt. Trotzdom seineEltern evangelischen Glaubens waren, erhielt er, 6 Jahr alt,eine Canonicusstelle am Stift Cöln, wofür sich folgende, wahr-scheinlich zutreffende Erklärung findet 2 ): „Wozu vielleicht diedigkeit seines nd die Veranlassung mag gegeben
') Knoch's Chronik, I. S. 134.
2 ) Ebenda.