Druckschrift 
2 (1891)
Entstehung
Seite
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aucli im Februar 1595 that. Er beabsichtigte hierbei, nachseiner Art der Schule den Garaus zu machen. Er kam mitliederlichen Trompetern und Fechtmeistern in's Kloster,hase-lirte darin Tag und Nacht", plagte die Schüler mit Singen bisMitternacht, legte einen Turnplatz an, verordnete Ringelrennenund liess Nachts Büchsen abfeuern; er misshandelte die Diener,verschloss den Gläubigen die Kirche und den Leichen dieThore, dankte Pfarrer und Lohrer ab und schickte die Schülernach Hause. Graf Albrecht Philipp benutzte die zu Tage ge-tretenen Betrügereien der Schaffner als Vorwand, die GefälleHöningens tlieilen zu wollen mit dem Versprechen: er wolleentweder seinen Antheil Schüler in Westerburg halten oderdie Gefälle zu Stipendien verwenden. Da Philipp I. einsah,dass es seinem Neffen hauptsächlich um die Gefälle zu thunwar, setzte er dem Ansinnen grosse Festigkeit entgegen undso kam es unter Vermittlung Graf Sebastians von Falkensteinendlich zu einem Vergleich vom 21. Juni 1595, wonach dieSchule nicht abgeschafft, künftig aber für jede der 3gräflichen Linien je 3 Schüler frei im Kloster gehalten werdensollten; das Kostgeld der anderen Schüler solle je nach denEinkünften steigen oder fallen; die Westerburger und Schaum-hurger Linie solle jede 100 Malter Korn und 3 Fuder Weinals Entschädigung bekommen; nach jeder Rechnungslegungsolle der Überschuss in 3 gleiche Theile getheilt werden; anStelle der untreuen, abgedankten Schaffner solle ein gemein-schaftlich verpflichteter Verwalter eingesetzt werden, derwöchentlich Rechnung ablege. Graf Philipp solle das Atzungs-recht im Kloster mässig ausüben, seine Befugnisse aber alsKastenvogt anerkannt werden.

Die Schule kam nun wieder in Blüthe, doch begannen1595 wieder Irrungen, da Graf Albrecht Philipp wegen derGefälle mit seinem Vetter Christof wieder nach Höningen kam,den Verwalter in's Gefängniss setzte und mit den Seinigen