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2 (1891)
Entstehung
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dort wieder in Saus und Braus lebte. Philipp I. trat diesmal ener-gischer auf, belagerte seine Verwandten förmlich und zwangsie, das Kloster zu verlassen. Als der Plandel ernster wurdeund die Falkensteiner üiid Nassauer Verwandten 1596 sich in'sMittel legten, auch von der juristischen Fakultät zu Strassburgein Gutachten eingeholt wurde, endete plötzlich der TodAlbrecht Philipps diese Höninger Streitigkeiten zu GunstenPhilipps I.

Sehr verdriessliche Händel hatte Albrecht Philipp mitdem Hause Wied-Runckel wegen des Schlosses Schadeck undder Gemeinschaft des Stifts Gemünden; zu Runckel undSchadeck schössen beide Parteien auf einander; Schadeckwurde blockirt, ein Runckeler Pförtner gefangen und geköpftund dessen Kopf Runckel gegenüber auf einen Pfahl gesteckt;auch üble Malereien und Lieder machten beide Theile aufeinander; in der Nacht, in der Johann Ludwig starb, am. 22.August 1597, fielen die Wiedtischen in Gemünden ein, raubtenund plünderten in der Stiftskirche, schlugen die Fenster einund nahmen die Geistlichen mit sich gefangen nach Runckel;der Tod Albrecht Philipps beendete auch diesen Streit.

Graf Albrecht Philipp starb an der damals herrschendenPest am 21. Aug. 1 ) 1597, nachdem seine Mutter, Gräfin Ottiliederselben Krankheit am 9. August erlegen war; 1 Tag späterfolgte ihm auch sein Bruder Johann Ludwig in den Tod 2 ).

Kunos Salbuch im Darmstädter Archiv nennt als Todestag den 24. Aug.

' 2 ) Hier möge die Sage Platz finden, die Philipp Camerarius in horarumsubcis. S. meditationibus historicis Gent. III. Cap. XV. erzählt: Die gräflichePamilie sei wegen der Pest von "Westerburg nach Schadeck geflohen(was Thatsacho ist), von da aber zu früh nach Westerburg zurückgekehrt;als die Brüder durch das Westerburger Schlossthor ritten, habe die stillge-standene Schlossuhr plötzlich 11 Uhr geschlagen statt 4 Uhr, auf welche Zeitsie zeigte; 11 Personen wären kurz darauf im Schlosse gestorben, darunter Gräfin