Druckschrift 
2 (1891)
Entstehung
Seite
207
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Mit seinem Brüdern errichtete er den sog. KönigssteinerVergleich (156 L bez.) 1567; es ist dies der Haupttheilungsfamilien-Vertrag der 3 Brüder, worin zugleich die Aussteuer der weib-lichen Familienglieder festgesetzt wurde; das Nähere ist unterGraf Philipp I. (No. 453) angegeben, In einem Vergleich mitPhilipp I. von 1573 erhielt er von diesem 5500 fl. Entschädi-gung wegen verschiedener Gefälle.

Er blieb von ungefähr 1570 an ununterbrochen in derHeimath und baute besonders Schadeck schön aus, das er zumWitthum seiner Gemahlin bestimmte, befestigte und verschönerteWesterburg und sorgte für die Durchführung der Reformationwie für die Hebung des Wohlstandes seiner Unterthanen.

19. Dec. 1583 machte er den Kuno von Reiffenberg unddessen Lehnserben zu Burgmannen in allen seinen Häusern(Burgen) und verlieh ihm die Lehensgüter, welche Kuno's Vaterund dessen Bruder Gerhard von Reiffenberg von ihm undseinem Vater gehabt, nämlich das Henlengut hinter demBramscheid und auf dem Oberstein gelegen, die Hölskenwieseauf der Heiden oberhalb der Vogelspach, die Hofstatt zuWeltersburg pp. 1 ).

Nach 35jähriger Regierung starb Graf Reinhart II. am17. Sept. 1584 und wurde in der Kirche zu Westerburg bei-gesetzt, woselbst man auf der nördlichen Seitenwand des Schiffsnoch heute die gut ausgeführten und wohlerhaltenen Gyps-bildnisse des Grafen Reinhart II. und seiner Gattin Ottiliesieht. Die Inschrift um das Bild des Grafen lautet: „Reinhar-dus Comes in Leiningen, Dominus in Westerburg et Schauen-burg, Rornani imperii Baro semper liber, obiit anno aetatissuae 54, anno salut. 1584, 17. Septbr. R. J. P."

Graf Reinharts II. Gemahlin war Ottilie, Tochter GrafArnolds von Manderscheid-Blankenheim-Keyll und der Marga-

0 Menzels lieg, a a. 0. Der Kovors des Belehnten ist vom selben Tage.