Druckschrift 
2 (1891)
Entstehung
Seite
205
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bürg bekommen und dafür dem Grafen Johann die grosseneisernen Stücke gegeben, die „in der runckeler Fehde gebrauchtwaren und damit in den Brewkessel geschossen". Er liessferner 13 neue Rüstungen oder „Drahtharnische" zu Coblcnzschlagen, für deren 12 er 108 Thaler zahlte.

Sodann hat er 3 neue Weyher unter dem Scliupgerweihersammt einem Behälter daran anlegen lassen.

Die Bruchwiese kaufte Reinhart von Denen von Bram-bach, sowie für 80 fl. das Rohrbachstück, löste die breiteWiese von den Erben Adams von Hausen, sowie die ErbenPuolz Peter Welters ab, erwarb die Gärten von Mülnecker,Hilger Kerbs und Hennes Rörich und baute die neue Bohr-hütte in den Flössern. Er reformirte das Stift zu Gemünden,„machte dessen Collaturen und Administration der Herrschaftanhängig" und brachte so den Weinschank und das Ungeldzu Gemünden an sich; die Kirche zu Westerburg stattete ermit einer Orgel aus und versah den Pfarrdienst daselbst mit einemPfarrhaus und einem Canonicat, freiem Tisch und anderenAccidentalien; auch brachte er den Hof des St. Sebastianaltarszu Dorndorf zur Schule zu Westerburg.

Grosse Kosten verursachten die splendiden Kindtaufendoch kamen bei diesen Gelegenheiten „16 übergoldete Köpfe"an das Haus.

Reinhart schaffte auch das „neue silberne Giessfass (Kanne)und Handbecken", sowie die neue „Tapezorei" (Teppiche, Ta-peten) für 385 fl. Batzenwährung an.

Für den Ankauf der Güter Grabens Lehngens für dieSchadecker Kapelle gab er 100 Goldgulden und erbaute inSchadeck auch „das Haus oberhalb der Pforte, die neuge-mauerte Scheuer, die Küche und Stube darbei sammt 2 Ge-mächern darüber, den ganzen neuen Bau und von da an bisan das Thüimchen, den neuen Bau zwischen der Pforte unddem Keller."