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Aus seinen Kriegseinkünften, die er nach Hause sandte,liess er zu Westerburg das „Viehhaus" nebst dem unteren Stallund die „lange Mauer" erbauen, sowie den Hof pflastern 1 ).Sodann brachte er noch vor der brüderlichen Theilung. mitgrossen Kosten den Wochenmarkt zu Grünstadt in Flor, bauteauch die obere und untere Mühle (erstere „bei Michael Kellern",letztere bei Cunen Kesslern Kellern") zu Gemünden von Grundaus auf, liess die obere Mühle zu Westerburg neu decken undmit bedeutenden Kosten das Bürgerhaus in diesem Fleckenerbauen.
Auf der Burg Westerburg selbst baute Graf Reinhart II.die Schmiede im Hofe, die beiden „welschen Giebel mit denGemachen darauf, die Kanzlei und die Mauer vor dem neuenSaal bis unters Dach, auch die steinerne Wendeltreppe bei deralten Küche, den „grünen Saal", die Gemache gegenüber der„Schneiderey", die Mauer um das „Lintehen" und den Gangaus dem Scliloss in die Kirche. Ferner wurde die Mauer aufdem Hinterberg erhöht und weitergeführt, und Alles allent-halben unter neue Dachung gebracht, auch der Helm auf demThurme mit einem neuen Übersatz versehen; ferner liess ereine grosse Glocke sammt einem neuen Uhrwerk in den Thurmstellen.
Von seinem verstorbenen Vetter Graf Christoph zu Stol-berg-Königstein hatte er, um die Westerburg gegen die in derNachbarschaft hausenden Spanier mehr zu schützen, 2 ge-gossene Kanonen, „Quartier-Schlangen" genannt, die 1000 fl.Averth waren, erhalten und auf die Burg Westerburg verbracht,desgl. noch 6 gegossene eiserne Stücke (Geschütze) zu Dillen-
') Ueber seine Erwerbungen, Bauten, Käufe, Ausgaben und Einnahmen pp.findet sieh ein besonderes Yerzeiehniss, aus dem das oben Folgende hervorgehobenzu werden verdient, im Salbuoh Graf Kuno's zu Leiningen-Westerburg von 1538iüarmstadt, Staatsarohiv).