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2 (1891)
Entstehung
Seite
203
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deutschen Akademie; 1553 cedirte ihm Graf Christof zu Stol-berg die Nutzung der Probstei zu St. Peter in Mainz nebstKost, Kleidung und Futter auf 8 Pferde zu Königstein, wofürReinhart für jenen die Probststelle zu Halberstadt verwaltensollte. .1553 schloss er mit seinen Brüdern den sogen. Wester-burger Vertrag, demzufolge Graf Philipp I. die Gesammt-regierung (auf Widerruf), die anderen Brüder, Graf Reinhart II.und Georg I., aber Apanagen erhielten 1 ).

In Folge der Reformation trat Graf Reinhart vom geist-lichen Stande zurück, theilte 1557 den sämmtlichen väterlichenNachlass mit seinen Brüdern 2 ), wobei ihm Westerburg undScliadeck zufielen, und stiftete die nach seiner Residenz Wester-burg genannte Linie Leiningen-Westerburg.

In spanischen Diensten focht er in der Schlacht von St.Quentin 1557 gegen die ETanzosen und zeichnete sich dabei inso hohem Grade aus, dass König Philipp II. von Spanien ihmwegen seiner bewiesenen Tapferkeit eine 500 Kronen schweregoldene Kette schenkte. Überdies erbeutete ermit GefahrLeibs und Lebends redlich" 3 ) reiches Silberzeug, das an 1600Königsthaler Werth war. (1597 war dasselbe, Graf Kuno's zu Lei-ningen-Westerburg Salbuch zufolge, noch beim Haus Wester-burg im Vorrathe). 1568 diente er noch in den Niederlandenund machte den Zug des Prinzen von Oranien nach Essen mit.

') S. oben tinter Kuno II. (No. 439) am Sckluss.

2 ) Erbgrundtheilung d. d. Westerburg, 14. Januar 1557, später durchKaiser Ferdinand III. d. d. Regensburg 13. Aug. 1640 bestätigt. S. OberbronnerAkten, Speyer, E. 4287.

3 ) Graf Kuuo's zu Leiningen-Westerburg Salbuch von 1538, das von GräfinOttilie zu Lein.-Westerb. geb. Gräfin v. Manderscheid, bis 1588, bezw. 1597, fort-geführt wurde; 1 Copie vom 18. Jahrhundert im Staatsarchiv zu Darmstadt, 1 imArchiv des Graf. K E. zu Lein.-Westerbürg. Knoch kannte dieses Salbuch auch.