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In den eben genannten Oberbronner Akten zu SpeyerE. 4806 ist ein Inventar der an Philipp Ludwig gefallenenHinterlassenschaft Ludwig Eberharts d. d. Oberbronn 25. Sept.1688 sowie 2 französische Inventarien vom 9. Febr. 1689 und4. März 1689 „fait au chateau de vieux Linange" erhalten.
Nach Ausbruch des Krieges mit Frankreich vom Kaiser1674 durch die sogen. Avoeatorien aus Frankreich zurückge-rufen, folgte er zwar nicht gleich, da er wegen des von seinenNichten gegen ihn angestrengten Prozesses von der Reunions-kammer und dem Colmarer Parlament kräftige Hülfe erwarteteund auch erhielt. Als aber der Kaiser die Grafschaft Leiningeneinzuziehen und ihn von der Leiningenschen Erbfolge auszu-schliessen drohte, verliess er 1688 den französischen Kriegs-dienst und trat in's Reichsheer ein. Die fortwährenden franzö-sischen r Brandschatzungen und die Hin- und Hermärsche vonFreund und Feind brachten nun sein Land in schweres Elend;grosse allgemeine V erwüstungen fanden statt und 1690 sanken,1 Jahr nach Heidelberg und Speyer auch die stolzen Stamm-schlösser Alt- und Neu-Leiningen in Asche.
Phil. Ludwig, hielt sich 1689 zu Alt-Leiningen auf undals der französische Commandant von Kaiserslautern 500 Manngegen Alt-Leiningen sandte, um den Grafen aufheben zu lassen,wurden diese durch kaiserliche Husaren zerstreut. Als dieFranzosen nächsten Tags abermals (nach Eisenberg) kamen,fingen sie den Grafen auf seiner Flucht, doch wurde er vonden kaiserlichen Husaren wieder befreit. Hierauf erhielt er aufseine Bitte von General Thüngen 100 deutsche Söldner, sogen.Schnapphahnen, nach Alt-Leiningen; Letztere zogen aber 1690bei drohender Gefahr, ohne einen Schuss abzuwarten,ab. Die Franzosen erstiegen nun das mächtige Schloss ohneWiderstand, plünderten es aus, führten das Archiv nach Hom-burg, sprengten den östhehen Theil der Burg durch Minen indie Luft und steckten das Übrige in Brand. Nach dieser