Druckschrift 
2 (1891)
Entstehung
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Philipp Ludwig 491

Graf zu Leiningen-Westerburg-Rixingen, des heil. röm. Reichs

Semperfrei,

geboren im Februar 1652, war der älfeste Sohn des GrafenLudwig Eberhart. In Rixingen (1669) und Paris durch einenHofmeister, Namens Wiedt, erzogen, fehlte es ihm öfter an Geld,weshalb er dem Vater vorwarf, er habe Alles durchgebracht,so dass er ihm nicht einmal 80 Gulden schicken könne. 1671,kaum 19 Jahre alt, wurde er durch Versprechungen--'und ausLiebe zu seiner Gemahlin, Louise Gabriele Marquise de Rouze,zu Paris katholisch und trat in das französische Heer ein, worinihm sein Schwiegervater, welcher Gouverneur zu Hagenauwar, eine Anstellung verschaffte. Sein Vater trat ihm nun dasfür Agathe Luise gekaufte Schloss Chätillon und später Ober-bonn ab. Bemerkenswerth ist, dass in den Oberbronner Aktenzu Speyer E. 4306 einInventaire des meubles, que le ComtePhil. Louis de Linange a pris ä Chätillon 1673, 1. Mars" er-halten ist.

1676 bat er seinen Vetter Georg Wilhelm, der Ver-schwendung des Vaters Einhalt zu thun, und wiederholt 1678diese Bitte, doch ohne Erfolg, da der Vetter ohnehin selbereine Forderung hatte.

Dass er seinen Vater zum Verschwender erklären lassenrnusste und die Regierung 1686 abgetreten erhielt, ist schonunter Ludw. Eberhart erwähnt.