katholischen Freunde, besonders der Mainzer Kanzler Merz,die Feindschaft eifrig schürten.
1680 begann die schmachvolle Zeit der französischenReunion, die sich auch auf die Grafschaft Leiningen, ein er-dichtetes Sehloss „Caster" (wohl jedenfalls das Castrum Lei-ningen — Alt-Leiningen — nach einem Lehenbrief von 1250)und Oberbronn erstreckte. Diese Besitzungen standen bis 1697unter französischer Verwaltung, bis sie durch den ryswikerFrieden frei und ledig zurückgegeben wurden.
Die Höninger Gefälle vergeudete Ludwig Eberhart fürseine Liebschaften; Quirnheim befand sich seit 1672 im Besitzdes heuchlerischen Freundes Kanzler Merz; Münchweiler be-absichtigte Ludwig Eberhart an den Herrn von Wartenberg zuverhandeln und 1677 auch die ganze Grafschaft Leiningen anden Prinzen von Vaudemont zu verkaufen; 1678 verpfändeteund verkaufte er das eigentlich seinen Mündeln Esther Julianeund Sophie Sybille zustehende Forbach.
Dadurch sah sich endlich sein Sohn Philipp Ludwig ge-nöthigt, seinen Vater Ludwig Eberhart bei den Reunions-Kammern als einen Verschwender erklären zu lassen und riefseine Verwandten, darunter Graf Georg Wilhelm zu Leiningen-Schaumburg zum Beistand an. Die Folge war, dass LudwigEberhart endlich 1686 die Regierung seinem Sohne PhilippLudwig gegen einen Jahresgehalt abtrat.
Bezüglich Rixingens ist zu erwähnen, dass Philipp II. undLudwig Eberbart Schulden halber diese Herrschaft nebstMörsperg am 4. Februar 1667 an den Pfalzgrafen Adolf Johannvon Zweybrücken um 121500 Thlr. verkauften; diese Summesollte bis 1670 gezahlt sein, doch hielt der Pfalzgraf die Ter-mine nicht ein (1668 schuldete er noch 85500 Thlr.), und sowurde auf Antrag Ludwig Eberharts die Nichtigkeitserklärungdes Verkaufs durch die französische Kammer ausgesprochen.Aus Rache zog der Pfalzgraf am 6. März 1669 mit mehreren